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Krankheiten und die passenden Arzneien

Abszeß

Apis D4: Am Anfang, gleicht einem kleinen Bienenstich, kühle Auflage lindert. 1 Gabe 1-2stündlich

Arnica D4: Vorher kleine Verletzung, jetzt hart, dunkelrot, sehr empfindlich.  3x 1 Gabe tgl.

Belladonna D30: Hellrot, hart, sehr berührungsempfindlich, pocht, warme Auflage lindert. 1 Gabe tgl.

Hepar sulfuris D30: Abszeß mit Eiterkrone. 1 Gabe alle 6 Stunden, bis zur Eiter-Entleerung.

Lachesis D12: Blaurot, bretthart, sehr schmerzhaft, Kühle lindert, oft auch Fieber. 2x 1 Gabe tgl.

Myristica D4: Eiter entleert sich nicht, Beule wird größer u. weicher. 3x 1 Gabe tgl. bis er aufbricht. Myristica wird auch das "homöopathische Messer" genannt, weil es das chirurg. Messer ersetzt.

Allergien

- Heuschnupfen und Konjunktivitis:

Euphorbium D6: Plötzlicher, heftiger Beginn von Niesreiz, Augenjucken und -brennen, Nase, Rachen und Bronchien. 1 Gabe 2stündlich

Allium cepa D3: Fließender Heuschnupfen, wundmachend. Wärme verschlimmert, frische Luft lindert. 1 Gabe stündlich, später dann 3x1 Gabe täglich

Euphrasia D12: Brennende Augen, tränen, rote, heiße Wanger, Nase nicht so schlimm. 1 Gabe stündlich, später dann 2x1 Gabe täglich

Arsenicum jodatum D12: Nächtliches "Heu-Asthma", man fühlt sich hitzig, schwitzig, schwüle Hitze verschlimmert. 1 Gabe 2-3stündlich, später 2x1 Gabe.

Arsenicum album D6: Fließschnupfen, der sich in frischer Luft verschlimmert, in Wärme beruhigt, brennende Schleimhäute. 1 Gabe stündlich, später weniger

Sabadilla D6: Augenbrennen verschlimmert sich in kühler Luft, Nasensekret ist klar, weiß, krampfartiges Niesen, ständiges Räuspern, weil der Rachen kratzig und trocken ist. Man sucht die Wärme, weil man Frostschauer hat.  1 Gabe 2stündlich, später weniger

Nux vomica D30: Niesanfälle bei reizbarer, frostiger Persönlichkeit, die kühle, frische Luft sucht. 1 Gabe täglich bis zur Besserung

Psorinum D30: Mittel bei vielseitigen Heuschnupfen-Beschwerden, die keinem besonderen Bild zuzuordnen sind. Auch bei Personen, die früher schon mal Asthma oder Ekzeme hatten.  1 Gabe täglich.

- Nesselsucht:

Apis D30: Plötzlicher Ausschlag, stechender, brennender Charakter, fast wie ein Bienenstich, Kühle lindert.  1 Gabe alle 2 Stunden.

Rhus tox D30: Kleine, dunkelrote, juckende Bläschen, feucht-warmer Umschlag lindert.  1 Gabe alle 6 Stunden

Urtica urens D2: Heftig juckender, brennender Ausschlag auf Nahrungsmittel.  1 Gabe stündlich, später 3x1 Gabe

Okoubaka D2: Ausschlag nach Genuß von Nahrungsmittel fremder Länder.  1 Gabe alle 10 Minuten.

Medusa D30: Verquollener, verbrannt aussehender Nesselausschlag mit heftigem Verbrennungsschmerz, eine feucht-warme Auflage lindert aber trotzdem.  1 Gabe bedarfsweise

- Nahrungsallergie:

Calcium carbonicum D12: Spuckender Säugling, der später nesselartige Ausschläge ausbildet. 2x1 Gabe täglich.

Tuberculinum bovinum D30: Milchspuckender Säugling mit tuberkulinischer Vererbung, lebendges, schlankes Kind.  1 Gabe wöchentlich einen Monat lang, danach 1 Gabe bei Bedarf.

Okoubaka D2: Schwierigkeiten mit der Verdauung fremdländischen Essens, mit heftig juckendem, nesselartigem Ausschlag. 1 Gabe alle 10 Minuten (falls Allergie schon bekannt, kann eine Gabe auch vorbeugend gegeben werden)

- Sonnenallergie:

Natrium muriaticum D200: Stiller, frostiger Mensch, Kopfschmerzen und Ekzem werden durch Sonne verschlimmert. 1 Gabe 3 Tage lang, später 1 Gabe bei Bedarf (kann auch schon vorbeugend gegeben werden)

Calcium fluoratum D6: Nervöser, frostiger Mensch mit Sonnenallergie. 3x1 Gabe täglich.

Acidum hydrofluoricum D6: Hektischer, hitziger Mensch mit blasigem, heftig brennenden Ausschlag durch Sonne. 3x1 Gabe täglich.

Cantharis D6:  Ausschlag mit winzigen Bläschen durch Sonne. 3x1 Gabe täglich.

- Kälteallergie:

Natrium mariaticum D30: Durch Kälte verursachtes juckendes Ekzem am Handrücken.    Gabe bedarfsweise

Sanicula aqua C30: Trockene rissige, allergisch juckende Ekzeme durch Kälte.  1 Gabe täglich.

- Allergischer Schock:

Apis D30: Alle allergischen, nesselsuchtartige Schwellungen, wenn die Haut und Schleimhäute gerötet sind und kühle Auflage bessert. 1 Gabe alle 10 Minuten.

Acidum carbolicum D12: Stechendes Brennen der Haut und Schleimhäute, kalter Schweiß, Dämmerzustand. 1 Gabe jede Minute.

ACHTUNG !!  Bei einem anaphylaktischen Schock (Allergischer Schock) ist auf jeden Fall der Notarzt zu benachrichtigen !!!

Angina

Aconitum D30: Plötzlicher Anflug eines kratzigen Gefühles im Hals, nur im allerersten Stadium wirksam und wenn ein kaltes Getränk momentan lindert.  1 Gabe einmalig.

Belladonna D30: Trockener, brennender Schluckschmerz, warmes Getränk lindert. 1 Gabe einmalig.

Apis D30: Stechender Schmerz beim Schlucken, kaltes Getränk lindert.  1 Gae einmalig.

Cantharis D30: Schmerz wie "brennender Pfeffer", Halskrämpfe, als sei der Hals zu eng.  1 Gabe einmalig

Nux vomica D30: Überanstrengung des Halses durch zu viel Rauchen, zu viel Trinken, zu viel Reden.  1 Gabe einmalig.

Mercuris solubilis D30: Entzündlicher Hals, Mundgeruch, fühlt sich wund und rauh an.  1 Gabe einmalig.

- Angina, eitrig (Mandelentzündung):

Aconitum D30: Plötzliche Schluckbeschwerden, druckempfindliche und geschwollene Hals-Lymphdrüsen, kalter Halsumschlag und kaltes Getränk lindert.  1 Gabe einmalig, ganz am Anfang der Beschwerden einnehmen.

Apis 30: Trockener, Stechender Schmerz beim Schlucken, Rachen ist trocken, geschwollen und hellrot, kühler Halsumschlag und kühles Getränk lindert, obwohl der Kranke kein Verlangen danach hat.  1 Gabe stündlich.

Belladonna D30: Fortschreitende Entzündung, hellroter Rachen, Erdbeer-Zunge, hämmernde Schmerzen, warmer Halsumschlag und warmes Getränk lindern. 1 Gabe einmalig.

Hepar sulfuris D30: Gelbe Eiterstippchen auf den Mandeln, warmer Umschlag und warmes Getränk lindern.  2x1 Gabe täglich.

Mercuris solubilis D30: Richtig eitriger Belag, Hals stinkt, Zunge dick geschwollen und schmutzig-grau belegt, Kühle lindert.  2x1 Gabe täglich.

Lycopodium D4: Mandelentzündung beginnt rechts und wandert nach links.  3x1 Gabe täglich.

Lac caninum D4: wie bei Lycopodium, dieses half aber nicht, außerdem im Rachen ein glasiger, milchig glänzender Belag.  3x1 Gabe täglich

Lachesis D12: Mandelentzündung beginnt links und wandert nach rechts.  2x1 Gabe täglich.

Barium carbonicum D4: Riesige, geschwollene Mandeln, Lymphdrüsen am Hals riesig geschwollen,manchmal auch die Oberlippe. Entzündung entwickelt sich langsam.  3x1 Gabe täglich.

Baptisia D6: Entzündung beginnt wie der Blitz aus heiterem Himmel, Rachen sieht plötzlich purpurfarben faulig, schwammig geschwollen, geschwürig aus, aber keine Schmerzen.  3x2 Gabe täglich.

Ignatia D30: Halsschmerz, bei dem das Schlucken nicht schmerzhaft ist, sondern lindert (!), man sammelt ständig Speichel und schluckt ihn runter oder trinkt viel.  1 Gabe einmalig.

- Angina (Seitenstrang):

Phytolacca D4: Halsschmerzen, obwohl die Mandeln schon entfernt sind, meist durch Zugluft oder Unterkühlung verursacht. rachenring ist dunkelrot, Schmerzen zum Ohr hin. 3x1 Gabe täglich.

Augen

- Entzündung:

Aconitum D30: Akute Entzündung am Auge, plötzlich und unerwartet auftretend und ziemlich heftig. Meist infolge von Unterkühlung oder Zugluft. Lokale Kühle lindert.  1 Gabe einmalig.

Belladonna D30: Starke Empfindlichkeit gegen Berührung und Licht, likale Wärme lindert.. 1 Gabe einmalig.

- Bindehautreizung:

Euphrasia D12 (im Volksmund auch "Augentrost genannt"): Leichte Bindehautreizung, der freie Blick ist getrübt, weil sich ein Schleier vonSchleim über die hornhaut legt.  2x1 Gabe täglich.

- Müde Augen:

Ruta D3: Brennende Augen nach Überanstrengung durch dauernde Fixierung auf eine Arbeit (z.B. PC ! ;-)). Die Sicht verschwimmt, das Auge scheint schmerzhaft gereizt.  1 Gabe alle 10 Minuten.

- Lidschwellung:

Apis D30: Allergisches Anschwellen der Augenlider, sticht, juckt, brennt, ist hell gerötet und Kälte lindert (sogen. "Quincke-Ödem").  1 Gabe darfsweise.

- Gerstenkorn:

Pulsatilla D30: Gerstenkorn am Oberlid.  1 Gabe einmalig

Staphisagria D30: Gerstenkorn am Unterlid.  1 Gabe einmalig.

- Boxerauge:

Acidum sulfuricum D3: Bluterguss mit glasiger Schwellung, am Rand wie ausgefranst, Wärme lindert.  3x1 Gabe täglich.

Ledum D3: Bluterguss, fast wie eine gemalte Brille, mit glattem Rand, Kühle lindert.  3x1 Gabe täglich

- Hornhautverletzung:

Aconitum D30: Verletzung durch Fremdköprter, Prellung, z.B. durch Abnehmen eingetrockneter Linsen, unerträglicher Schmerz, begleitet durch unruhige, ängstliche, schockartige Verzweiflung.  1 Gabe bedarfsweise.

- Netzhautablösung:

Apid D30:  Der Ablösung gehen manchmal entzündliche Prozesse voraus. Wenn der Augenarzt einen geschwollenen Augenhintergrund (Retinaödem) diagnostiziert hat, wird Apis der Entzündung entgegenwirken, wenn sich das plötzliche Geschehen mit einem kräftigen Stich ankündigt.  1 Gabe 2stündlich.

Arsenicum album D30: Entzündung  bei blassen Menschen mit Bluthochdruck oder bei Diabetes (diabetische Retinopathie).  1 Gabe 2stündlich.

- Netzhautblutung:

Phosphorus D30:  Für den Notfall. 1 Gabe alle 10 Minuten.

Arnica D30: Netzhautblutung durch eine starke Verletzung oder aufgrund einer Gefäßverkalkung. 1 Gabe 2stündlich.

  Achtung !! Bei Netzhautblutung unbedingt zum Augenarzt !!

           Bauch

         - Blähbauch:

Carbo vegetabilis D30: Blähungen als Folge von zu fettem Essen, Völle, hängender Magen, der Oberbauch quillt sichtbar hervor und drück aufs Herz.  1 Gabe bedarfsweise

Antimonium crudum D30: Blähungen als Folge von zu vielem und zu schnellem Reinschlingen. Zunge ist gewöhnlich dick-weiß belegt am Morgen, Person ist ein eher mürrischer Typ.  1 Gabe bedarfsweise.

Pulsatilla D30: Blähungen nach zu vielem Essen, Person ist liebenswert, schüchtern, oft weiblich.  1 Gabe bedarfsweise.

Argentum nitricum D30: Blähungen nach zu vielem Essen, Person nervös-hektisch, unsicher.  1 Gabe bedarfsweise (auch vorbeugend)

- Bauchkrämpfe:

Chamomilla D30: Nabelkolik, Beginn mit plötzlichen, heftigen Schmerzen, meist vorher Ärger, Kinder wälzen sich krümmend hin und her.  1 Gabe bedarfsweise.

Magnesium phosphoricum D4: Krampfende Schmerzen, man zieht krümmend die Beine an den Bauch, reibt und drückt sanft dagegen, warme Auflage lindert.  1 Gabe alle 10 Minuten

Colocynthis D4: Stechender, einschießender Krampf mit Verlangen nach Zusammenkrümmen, Wärme lindert.  1 Gabe alle 10 Minuten

Argentum nitricum D30: Magenschmerz, evtl. mit Durchfall aus Nervosität vor einem besonderen Ereignis/Lampenfieber. Der Magen krampft, bläht sich, besonders nach Süßigkeiten. Person ist meist hager, schlank, blaß-nervös, ängstlich.  1 Gabe bedarfsweise.

Nux vomica D30: Magenbeschwerden, Säure, Völle, Verkrampfung des Magens für den Patient, der ein ungeregeltes Leben führt und gern durcheinanderißt und -trinkt. 1 Gabe bedarfsweise.

Bryonia D30: Bei geringster Bewegung stechender Krampfschmerz, Verstopfung, dadurch ein reizbarer Typ.  1 Gabe bedarfsweise.

Ignatia D30: Kinder, die vor der Schule morgens Bauchschmerzen bekommen, seufzen, können nicht beschreiben, wie und was sie empfinden, wo genau die Beschwerden sind, tragen meist unbewußt einen stillen Kummer in sich.  1 Gabe bedarfsweise.

Belladonna D30: Plötzliche, unerträgliche Krampfschmerzen mit berührungsempfindlichem Bauch, Linderung durch zurückbeugen des Körpers.  1 Gabe bedarfsweise.

Cicuta D6: Blähungen beim Baby, die sich zurückbeugen.  3x1 Gabe oder öfter nach Bedarf

Magnesium muriaticum D4: Blähkolik beim Baby, das gestillt wird, hat evtl.  Milchunverträglichkeit, Durchfall, Verstopfung, harter Trommelbauch, Verstopfung.  3x1 Gabe täglich (Erfolg meist nach 2-3 Wochen

Magnesium carbonicum D4:  Blähkolik beim Baby, das Ersatzmilchprodukte bekommen muß.  3x1 Gabe täglich (Erfolg meist nach 2 bis 3 Wochen)

Blase

- Reizblase (Das Wissen um die Auslösung kommt an erster Stelle bei der Mittelwahl. Erst danach sind die lokalen Empfindungen wie Stechen und Brennen während oder nach dem Harnlassen von Bedeutung):

Petroselinum D6: Reizblase, bei der sich der Pat. keiner Auslösung bewußt ist, evtl. Blasendrang 4-5 mal/Nacht.  3x1 Gabe täglich.

Aconitum D30: Nervöse Reizblase, tritt akut, plötzlich im falschen Augenblick u. am falschen Ort auf, eher schlanke Person ist vor/bei Auftreten der Beschwerden nervös und aufgeregt. 1 Gabe einmalig.

Belladonna D30: Siehe Aconitum, nur Person eher rundlich.  1 Gabe einmalig.

Argentum nitricum D30: Hektischer Mensch, der vor jedem Ereignis ständig Harndrang verspürt und dauernd zur Toilette rennt.  1 Gabe einmalig (auch vorbeugend)

Rhus tox D30: Blasendrang infolge von Überanstrengung, Unterkühlung und/oder Durchnässung.  1 Gabe einmalig mit evt. Wiederholung nach 6 Stunden.

Culcamara D30: Reizblase bei empfindlichen Menschen, die auf leichteste Unterkühlung schon reagieren (z.B. auf eine kühle Mauer setzen).  1 Gabe täglich.

- Blasenentzündung:

Apis D30: Schmerzen, mit der Entzündung beginnend. Selten heftiges Stechen oberhalb des Schambeines.  1 Gabe einmalig

Cantharis D6: Heftiges Brennen während des Wasserlassens.  1 Gabe stündlich, später 3x1 Gabe täglich.

Causticum D4: Andauern der Blasenentzündung, brennt weiter, Verlieren von Harntropfen bei jedem Husten, Niesen, Lachen, erschütternden Bewegung.  3x1 Gabe täglich.

Pyrogenium D30: Entzündung mit Fieber, Schüttelfrost.  1 Gabe einmalig.

Berberis und Solidago D3 ("Nierentropfen"): Zur Durchspülung der Nieren als zusätzliches unterstützendes Mittel, leitet Gifte aus. 3x20 Tropfen täglich.

- Harnverhaltung:

Aconitum D30: Harnverhaltung, plötzlich und heftig auftretend.  1 Gabe in Wasserlösung

Causticum D30: Akutes Harnverhalten nach Geburt oder Operation, als Ursache Lähmung der Blase.  1 Gabe in Wasserlösung

Staphisagria D30: Über längeren Zeitraum entwickeltes Harnverhalten mit Krampf des Blasenhalses nach Geburt oder Operation.  1 Gabe in Wasserlösung

- Katheterismus:

Arnica D30: Bei Pat., die katheterisiert werden müssen, um Schmerz und Blutung erträglicher zu machen.  1 Gabe vorher und bedarfsweise nachher.

Brüste

- Brustentzündung:

Aconitum D30: Ein plötzlicher Frost leitet das Geschehen ein, begleitende Schwellung, Hitze, kühle Auflage lindert.  1 Gabe in Wasserlösung

Belladonna D30: Brust pocht vor Hitze, ist von roten Streifen durchzogen, Wärme lindert.  1 Gabe inWasserlösung

Bryonia D30: Harte Schwellung, stechende Schmerzen bei jeder Bewegung, mäßige Wärme lindert. 1 Gabe in Wasserlösung

Lachesis D12: Rötung ist eher links, schmerzt bei leichtester Berührung, Kälte lindert.  2x1 Gabe täglich

Hepar sulfuris D30: Wenn sich der Eiter bereits zusammenzieht, und die Brust weicher wird, warme Auflage lindert.  2x1 Gabe täglich

Mercurius solubilis D30: Brust pocht vor Hitze, ist von roten Streifen durchzogen, Kühle lindert.  2x1 Gabe täglich.

- Bruststau:

Phytolacca D4: Harte, empfindliche Stauung der Brust, ohne Entzündung, Schmerzen strahlen bei Berührung oder beim Stillen in den ganzen Körper aus.  3x1 Gabe täglich

Conium D30: Schmerzen in der Brust vor der Periode, bei zystischen Verknotungen der Brust, evtl. auch kleine, messerscharfe Stiche.  1 Gabe bedarfsweise

Sepia D12: Brustschmerzen und sonstige Beschwerden vor der Periode.  2x1 Gabe täglich

- Brustprellung:

Conium D6: Knotig verhärtete Brust nach einem Stoß oder Schlag, Lymphknoten, geringe Schmerzen, Wärme lindert.  3x1 Gabe täglich

Bellis D3: Äußerst schmerzhafte Brust nach Prellung, Kühle und starker Gegendruck lindern.  3x 1 Gabe täglich.

Bauchspeicheldrüse:

 

- Pankreatitis:

 

Aconitum D30: Plötzliche, heftige und stürmische Beschwerden. 1 Gabe bedarfsweise

 

Belladonna D30: Bei den akuten Krämpfen lindert Strecken, nicht Beugen. 1 Gabe bedarfsweise. Wenn der Krampf sich wiederholt, dann 2 Gaben in einem Viertelliter Wasser auflösen und alle 5 Min. einen Schluck trinken.

 

Iris D6: Säure stößt vom Magen auf mit Übelkeit, Brechreiz und sauren, kolikartigen durchfällen. Kopfschmerzen und Schwindel. 1 Gabe bedarfsweise alle 10 Min., später 3 x 1 Gabe tgl.

 

 

Brustkorb:

 

- Rippenneuralgie:

 

Aconitum D30:  Schmerzen, ausgelöst durch Zugluft, Wind, Sturm, Wetterwechsel ? plötzlicher Beginn der Beschwerden. 1 Gabe einmalig.

 

Ranunculus bulbosus D30: Nervenschmerz ohne erkennbaren Auslöser. 3 x 1 Gabe täglich.

 

 

- Rippenprellung:

 

Bellis D3: Prellung wird als ?Schlag auf die Brust? empfunden, Kühle und festes Einbinden lindert. 3x1 Gabe tgl.

 

Cactus D3: Gefühl heftigster Einschnürung im Brustbereich mit Atemnot und Ängstlichkeit. 1 Gabe alle 10 Min.

 

 

Darm:

 

- Blinddarmreiz:

 

Apis D4: Stechende Schmerzen im re. Unterbauch, Druck verschlimmert, keinen Durst. 1 Gabe stündlich.

 

Bryonia D3: Linderung durch Druck mit der Faust in re. Unterbauch, viel Durst, trockener Mund, trockene, teilweise sich schälende Lippen.  1 Gabe stündlich.

 

Lachesis D12: Drohende Blutvergiftung mit septischem Fieber, zwischendurch Frost, ohne Schwitzen, trockener Mund und viel Durst, evtl. Übelkeit und Erbrechen. 2x1 Gabe tgl.

 

Pyrogenium D30: Hohes Fieber, frösteln, der ganze Körper schüttelt sich.  1 Gabe einmalig.

 

 

- Darmentzündung:

 

Mercurius corrosivus D4: Schleimhaut ist geschwürig zerfallen mit zähen, eitrig-schleimigen oder wässrigen, aber immer blutigen, übelriechenden Durchfällen, dabei messerscharfe, wundmachende, brennende Schmerzen.  3x1 Gabe tgl.

 

Hydrastis D4: Schleimige, grünliche, blutige, sauer stinkende Durchfälle mit schneidenden Schmerzen im Oberbauch und brennend bei der Entleerung, da Fissuren (kleine Einrisse der Schleimhaut) den After umgeben.  3 x 1 Gabe tgl.

 

 

- Darmbluten:

 

Acidum muriaticum (hydrochloricum) D6:    Bei dunklen Blutungen unbedingt Darm spiegeln lassen !!!

Helles Blut, das dem Stuhl aufgelagert ist, hat seine Quelle meist in blutenden Hämorrhoiden, innerlich oder äußerlich. Meist jucken und schmerzen sie heftig.  3 x 1 Gabe tgl. bis zur Erleichterung.

 

Phosphorus D30: Für eher massive helle Blutungen aus dem Darm.  1 Gabe alle 10 Min.

 

 

- Darmlähmung:

 

Opium D30: Wirkungsvolle Arznei bei Ileus. Wenn man auf den Bauch das Ohr legt, hört man kein übliches Gegurgel mehr, sondern es herrscht absolute Stille.  1 Gabe in Wasserlösung

 

 

- Durchfall:

 

Nux vomica D30: Durchfall nach Durcheinander im Essen und Trinken. 1 Gabe einmalig

 

Carbo vegetabilis D30: Durchfall infolge von fettigem Überessen mit sichtbar geblähter Magengegend und Gären im Bauch.  1 Gabe einmalig.

 

Veratrum album D30: Wässriger, erschöpfender Durchfall mit anschließendem Ohnmachtgefühl, meist infolge von Wettereinfluss oder allgemeiner Erschöpfung. Kaltschweißige Stirn, aber keine Übelkeit. 1 Gabe 2stündlich.

 

Arsenicum album D30: Große Übelkeit, Hinfälligkeit, Totenelendigkeit, Blässe mit kaltem Schweiß als Folge von Nahrungsvergiftung oder Kostumstellung in fremden Ländern. Gussweise erschöpfender Durchfall, evtl. mit gleichzeitigem Erbrechen.  1 Gabe 2stündlich.

 

Aloe D6: Explosionsartige Durchfälle mit aufwerfenden, im Bauch kollernden Blähungen, der Schließmuskel fühlt sich unsicher an. Winde lassen endet in der Hose.  3 x 1 Gabe täglich mindestens, je nach Heftigkeit des Dranges auch dazwischen eine Gabe.

 

Ferrum phosphoricum D12: Durchfall ohne Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Antimonium crudum D30: Durchfall infolge von Kaltbaden/Erkältung.  1 Gabe 2stündlich.

 

 

- Hämorrhoiden:

 

Nux vomica D30: Hämorrhoiden infolge von unregelmäßiger Lebensweise, viel sitzen, durcheinander essen und trinken, morgens unausstehlich mürrisch, Hämorrhoiden schmerzen.  1 Gabe einmalig.

 

Pulsatilla D6: Eher liebenswert, rundlich, gefühlsbetont, leicht angerührt, ängstlich-beschützender Typ, Stuhlentleerung ist beschwerlich.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Sepia D12: Eher forsch, manchmal derb, manchmal zielstrebig freundlich oder haushaltlich erschöpfte Person mit jahrelanger Stuhlverstopfung über Tage hinweg.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Aesculus D4: Prall gefüllte, trockene, heiße, juckende Hämorrhoiden, gleichzeitig auch Kreuzschmerzen und schwere Beine mit Krampfadern.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Acidum muriaticum (hydrochloricum) D6: Brennende, blutende, stark hervortretende Hämorrhoiden, schlechtes  Sitzen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Collinsonia D6: Venen, die sich zu Krampfadersträngen an den Schamlippen entwickeln, meist in Gesellschaft mit drückenden, ziehenden, stechenden, juckenden und brennenden Hämorrhoiden und Verstopfung.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Hametum-Salbe: Zusätzlich zur Arznei zur Pflege der Aftergegend. Nach jedem Stuhlgang waschen mit purem Wasser und danach die Hametum-Salbe aufragen. Bei inneren Hämorrhoiden gleichzeitig ein Hametum-Zäpfchen einführen. Für regelmäßigen Stuhlgang durch Vollkornprodukte, Gemüsesäfte, etc. sorgen.

 

 

- Verstopfung:

 

Opium D30: Nach längerer Verstopfung, der Bauch wird immer völliger, nichts rührt sich. 1 Gabe tgl.

 

 

- Würmer:

 

Cina D4: Wurmbefallene Kinder, sehr nervös und neigen zu Krämpfen. Sie sind ständig in Bewegung, zupfen an der Lippe, an der Nase und kratzen sich am Po. Die Wurmkur mit Cina D4 beginnen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Spigelia D4: Nabelkoliken im Zusammenhang mit nachgewiesenen Würmern.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Marum verum D6: Polypen-Kinder, die sich in jedem Herbst mit ihren Erkältungen rumschlagen, werden eher mit Marum verum von allen möglichen Wurmarten befreit.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Cuprum oxydatum nigrum D4: Stärkste Arznei bei Wurmbefall. Nach vierwöchiger Einnahme sind die Würmer und die lästigen Begleiterscheinungen wie Bauchkrämpfe und nervöse Ticks vertrieben.  3 x 1 Gabe tgl.

 

 

Galle:

 

- Gallenentzündung:

 

Mercurius dulcis D12: Nicht fieberhafte, chronisch wiederkehrende Entzündung mit Druck- und Wundgefühl unter dem re. Rippenboden.  2 x 1 Gabe tgl.

 

- Gallenkolik:

 

Belladonna D30: Plötzlicher und heftiger, bei Steinen oft krampfhaft in und Wellen auftretender Galleschmerz. Zurückbeugen lindert, einengende Kleindung will man lösen.  1 Gabe in Wasserlösung.

 

Colocynthis D4: Piekender, zwickender und plötzlich schneidend einschießender Galleschmerz, der einen den Bauch krümmen und ihn mit der re. Hand festhalten lässt. Beine will man anziehen, Wärme lindert.  1 Gabe alle 10 Minuten.

 

Chelidonium D3: Ein eher zarter, schlanker Mensch, der Schmerz zieht zum re. Schulterblatt, Übelkeit kommt hinzu. Chelidonium D3 abwechselnd mit Colocynthis D4 einnehmen. 10 Tropfen alle 10 Minuten.

 

Carduus D3: Eher ein rundlicher, verstopfter und gallegestauter Mensch, der entweder akute oder aber auch häufig wiederkehrende Beschwerden hat. Colocynthis D4 abwechseln mit Carduus D3, 10 Tropfen alle 10 Minuten.

 

Bryonia D3: Ein eher untersetzter, galliger Mensch, dem übel ist, der erbricht und sich ärgerlich über seine Beschwerden erregen muss. Verschlechterung bei der geringsten Bewegung, werden aber durch starken Gegendruck mit der faust gelindert, ebenso durch eine kühle Auflage. 1 Gabe alle 10 Minuten, später weniger häufige Gaben.

 

Lycopodium D4: Der unsichere, hochintelligente Patient,  dessen Krampfschmerz rechts beginnt und sich nach links ausbreitet, begleitet von hartnäckigem saurem Aufstoßen, mit einem berührungsempfindlichen, geblähten Bauch.  1 Gabe alle 10 Minuten.

 

 

Gefäße:

 

- Blutvergiftung:

 

Lachesis D12: Die Blutvergiftung zieht mit kräftig roter Erscheinung herzwärts.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Bufo D12: Für den Patient, der ohnehin zu eitrigen wunden und Abszessen neigt. Sein Streifen ist von blauroter Farbe.  2 x 1 Gabe tgl.

 

- Thrombose:

 

Lachesis D12: Die erste Arznei, die im Notfall angewendet wird ? zusammen mit Stillegung des Beines. Sie wird den Thrombus auflösen und auch die Neigung dazu verringern.  2 x 1 Gabe tgl.

 

- Venenentzündung:

 

Apis D4: Die akute Venenentzündung beginnt meist mit einer punktförmig umschriebenen, berührungsempfindlichen, hellroten Schwellung, die sich mit kühlen Auflagen lindern lässt. Sie erscheint wie ein Bienenstich.  1 Gabe 1-2stündlich.

 

Lachesis D12: Die Entzündung ist eher flächenhaft, eher dunkelrot, eine kühle Auflage lindert. Mit Lachesis bleiben diese Beschwerden bald ganz aus.  2 x 1 Gabe tgl.

 

 

Geist:

 

- Konzentrationsabfall:

 

Agaricus D12: Der Patient kaut auf den Lippen herum, lässt sich leicht ablenken, albert gern herum, blödelt und trödelt, schneidet Grimassen, solange, bis es eine Gewohnheit wird. Agaricus ist angezeigt, wenn ?nichts mehr reingeht ins Hirn?, denn es erfrischt die Hirnwindungen, füttert die Konzentration.  2 x 1 Gabe täglich.

 

- Verwirrung:

 

Hyoscyamus D30: Für den Patienten, der plötzlich ?wirres Zeug? redet, vor sich hinmurmelt, sich abwendend in eine Ecke starrt, das Bett nicht mehr verlassen will oder den Kot an die Wände schmiert.  1 Gabe tgl. bis zur Besserung.

 

 

 

 

Gelenke:

 

- Gelenkentzündung:

 

Belladonna D30: Das Gelenk ist heiß, rot, geschwollen wie jede Entzündung. Wenn es drinnen pocht und wallt, jede Berührung äußerst schmerzt und eine warme Auflage lindert, ist Belladonna das richtige Mittel.  1 Gabe alle 6 Stunden, 3 Gaben insgesamt.

 

Apis D4: Das Gelenk ist heiß, rot, geschwollen, drinnen sticht es in Ruhe, bei Bewegung und bei Berührung. Eine kalte Auflage lindert.  1 Gabe stündlich, später 2-3stündlich 1 Gabe.

 

Bryonia D3: Das Gelenk ist heiß, rot, geschwollen, drinnen sticht es bei der leichtesten Bewegung. Ruhe, eine kalte Auflage lindern.  1 Gabe 2-3stündlich, später 3 x 1 Gabe tgl.

 

Tipp: Jede Entzündung verlangt nach Ruhestellung!!  Also: Machen Sie es sich auf dem Sofa bequem und besänftigen Sie ihr Knie im akuten Stadium mit Quarkumschlägen oder mit der Auflage eines Weißkohlblattes. Der Mineralaustausch dieser Auflagen wirkt entzündungshemmend, was Sie daran merken, dass die Hitze dem Entzündungsherd entzogen wird. Diese Zusatzbehandlung hat sich bei allen Entzündungen wie Venen, Lungen, Rippenfall, Furunkel usw. ebenfalls bewährt.

 

Lachesis D12: Blaurote Verfärbung und eher im li. Knie festsitzende Entzündung, die eine kühle, ja eiskalte Auflage lindert.  2 x 1 Gabe

 

Sulfur jodatum D4: Gelenksentzündung, die häufig von einem Erguss begleitet ist. Die Kniescheibe schwimmt (ballotiert) geradezu im ?Wasser?, oder es bleibt ein Erguss nach dem akuten Geschehen zurück. Das Mittel wird die Auflösung in Gang setzen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Kalium jodatum D4: Erguss, der ohne vorherige Entzündung das Knie verunstaltet. Die Schellung ist blass und teigig, von einem wunden Nachtschmerz geplagt, nächtliche kühle Auflage lindert.  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Gichtanfall:

 

Arnica D30: Äußerst schmerzhaft, berührungsempfindlich, pocht und reißt, kühle Auflage lindert.  1 Gabe stündlich.

 

Belladonna D30: Wie oben, nur mit warmer Auflage, die lindert.  1 Gabe stündlich.

 

- Sehnenzerrung und Verstauchung:

 

Rhus tox D4: Durch Unfall oder Umknicken verstauchte oder gezerrte Gelenke, Sehnen, Bänder.  3 x 1 Gabe tgl.

 

 

 

Gemüt:

- Lebensangst:

Aconitum D30: Plötzliche, unerwartete Angstzustände, hochrotes Gesicht, heftige Unruhe, starker Bewegungsdrang, heftiges Herzklopfen, möchte nicht allein sein. Patient ist ein kräftiger, schlanker Mensch, der Angstanfälle in Kaufhäusern, Kirchen, unter vielen Menschen hat.  10 Tropfen in 1/4 Liter Wasser, alle 5 Min. einen Schluck trinken.

Argentum nitricum D30: Große Unsicherheit bis hin zu panischer Angst vor allem Neuen, vor Begegnungen, vor bevorstehenden Ereignissen, vor engen Räumen und engen Straßen, über eine Brücke zu gehen, von einem Turm hinunterzuschauen. Pat. ist eher der schlanke, blasse, hektische, überempfindliche Typ Mensch. 1 Gabe einmalig (auch vorbeugend vor z.B. einem angstvollen Ereignis)

Phosphorus D30: Angst beim Alleinsein, in Dunkelheit, bei Gewittern, bei Heftigkeit, fühlt sich schwach bei körperlicher u. geistiger Forderung, produziert diese Angst bereits vor solchen Vorhaben. Licht und Gesellschaft beruhigen. Der Patient ist empfindlich wie eine Mimose. Das Kind will nicht allein zu Bett, will nicht einschlafen aus Angst vor Gestalten, Geräuschen und Geistern.  1 Gabe einmalig.

Arsenicum album D30: Schwache, unsichere Menschen, die pingelig und pedantisch diese Schwäche überspielen müssen. Unordnung bringt Schwäche, Verzweiflung, Unruhe, Angst bis hin zur Selbstzerfleischung. Gehen den Mitmensche auf die Nerven mit ihrer Ordnungsliebe. Der Patient ist ein blasser, schlanker Typ mit leichenblassem, verzweifeltem und kaltem Gesicht bei einem Angst-Anfall. Die ständigen Sorgen um mangelnde Ordnung treiben ihn am Leben vorbei.  10 Tropfen in 1/4 Liter Wasser, alle 5 Minuten einen Schluck trinken.

- Schulangst-Prüfungsangst-Versagensangst- Kinder:

Gelsemium D30: Schüler hat Angst, in die Schule zu gehen, Angst vor dem lehrer, Angst vor Verweisen trotz guten Verhaltens, Angst vor Klassenarbeiten trotz guter Vorbereitung. Das Kind ist eher rundlich gebaut, neigt eher zu Zittrigkeit und Herzklopfen.  1 Gabe einmalig, bei Bedarf wiederholen (kann auch schon am Abend vor dem Schlafen genommen werden).

Argentum nitricum D30: Schüler (und Lehrer), dem vor lauter Angest und Aufregung der Magen krampft, dem alles "in die Hose geht" mit Harndrang und Durchfall.  Das Kind ist eher blass, schlnk, nervös-zittrig.1 Gabe einmal, bei Bedarf wiederholen (abends und/oder morgens).

Arsenicum album D30: Prüfungsangst, fühlt sich totenelend, verbringt die Nacht vor einer Prüfung auf der Toilette, hat Durchfall und Erbrechen, hat Angst, was vergessen zu haben. Das Kind ist eher sehr schlank, sehr unruhig-ängstlich, aber sehr genau mit den gestellten Aufgaben.  1 Gabe einmalig, bei Bedarf wiederholen.

Stophantus D4: Notfallbehandlung für all diejenigen, die trotz Vorbehandlung mit o.g.Arzneien kurz zuvor das Herz weiterpocht, der Kopf wie leer ist und die Konzentration unmöglich erscheint. Diese Arznei wir die tatsächliche Hirnleistung offenbaren !  1 Gabe alle 10 Minuten.

 

- Depression:

 

Natrium muriaticum D30: Ängstliche, in sich gekehrte Depression, Zustände des Enttäuschtseins, des Gekränktseins, die der Patient nie vergessen kann.  Bedürfnis nach Nähe, nach Zuwendung. Begleitet von Verstopfung, Herzklopfen, Abmagerung, Kropf, Diabetes.  1 Gabe bedarfsweise.

 

Acidum phosphoricum D12: Liebeskummer junger, zarter Menschen, die alleingelassen werden wollen, die Einsamkeit suchen, die vor sich hinseufzen. Schwäche und Erschöpfung, Kummer mit dem Freund, den Eltern, den Lehrern erfüllen die grübelnden Gedanken.  2 x 1 Gabe tgl., mindestens 4 Wochen lang.

 

Ambra D3: Wenn man beim Reden den Faden verliert, weil man nur an den häuslichen oder beruflichen Kummer denkt, man daraufhin verlegen errötet, dann grübelnd im Bett liegt und nicht einschlafen kann, weil die Gedanken sich im Kreise drehen und man keinen Ausweg findet.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Ignatia D30: Akuter Kummer mit eher kapriziöser Reaktion darauf, mit beleidigtem Zurückziehen.  1 Gabe einmalig.

 

  Hinweis:   Viele Erscheinungen und Störungen fließen entkräftigend in uns durch Kummer, Sorge, Demütigung, Kränkung und Kranksein. Die Aussichtslosigkeit bedarf der begleitenden Sicht eines Arztes !!

 

- Heimweh:

 

Capsicum D30:Schüchternes, schlaffes, rotwangiges Kind, oft molliger Mops, der z.B. im Ferienlager vor untröstlichem Heimweh vergeht, über unzusammenhängende Beschwerden klagt, das Weinen unterdrückt und nichts mehr isst.  1 Gabe einmalig.

 

Igantia D30: Dieses Kind zieht fröhlich alleine los, neugierig und abenteuerlustig. Gute Laune hält nicht lange vor. Die anderen lachen, dieses Kind weint, die anderen weinen, dieses Kind lacht dann hysterisch. Es weiß dann nicht mehr, was es eigentlich will.  1 Gabe bedarfsweise.

 

Natrium muriaticum D30: Kummervolles, niedergeschlagenes, seufzendes, blasses Kind, das sich nach Hause sehnt. Keine Lust am Essen, am Spiel, am Abenteuer, weint still vor sich hin.  1 Gabe einmalig.

 

- Reizbarkeit:

 

 

 

Kalium phosphoricum D12: Nervöser Mensch, der ständig glaubt, seine Aufgaben nicht zu schaffen, der morgens schon aufwacht und meint, den ?ihn erwartenden Berg an Arbeit nicht schaffen zu können?.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Zincum metallicum D12: Nervöse Kinder mit fahriger Unruhe und hampeligen Bewegungen. Es gibt Kinder, bei denen nur die Beine ständig in Bewegung sind, ständig schaukeln sie hin und her, jegliche Konzentration fehlt ihnen. Im Bett fahren sie mit den Beinen Fahrrad, anstatt einzuschlafen.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Kalium bromatum D12: Alle 4 Extremitäten fuchteln ungerichtet in der Luft umher. Sie vollenden nichts, zerstören eher, die Mütter sind am Verzweifeln.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Agaricus D12: Albernes Kind, das unfähig für jegliche Konzentration ist. Arme und Beine zeigen oft krampfartige Bewegungen, die Augenlider zucken unrhythmisch und  aufeinandergepresst.  2 x 1 Gabe tgl.

 

 bla  Hinweis: Diese Arzneien sind nur eine mitmenschliche Hilfe, die vorübergehende Phasen solcher familien- und schulbelastender Störungen heilen. Jede fortdauernde Verhaltensstörung ist ein tief in der kleinen Person verhafteter Prozess, den nur Ihr Homöopath bzw. Psychologe erfassen und günstig beeinflussen kann !!!

 

- Ärger:

 

Chamomilla D30: Überempfindlich, übererregbare, überreizbare Menschen, die die kleinste Kränkung, den geringsten Widerspruch, den leichtesten Schmerz mit zorniger, wütender Erregung beantworten. Hitziges Temperament, wissen im Zorn nicht, was sie tun und wollen, sind schwer zu trösten.  1 Gabe einmalig.

 

Nux vomica D30: Nervöser, gereizter Mensch, den die Fliege an der Wand stört, der seinen Ärger hineinfrisst und hinunterschluckt, zusammen mit viel Essen und Durcheinandertrinken, worüber er sich letztendlich wieder ärgert, weil dann der Magen drückt, der Stuhl verstopft, das Hirn verkatert.  1 Gabe einmalig.

 

Argentum nitricum D30: Auch ein ?Hineinfresser?, der angespannt und zittrig am Tisch sitzt, mit tief gefurchtem Gesicht sein Essen und somit seinen Ärger in den Bauch reinstopft, bis schließlich ein Geschwür entsteht. Der Bauch bläht sich auf wie eine Trommel.  1 Gabe einmalig.

 

Bryonia D30: Die Galle läuft über, der Hexenschuss schieß heftig ein, kleine, rundliche, rote, kräftige und heftige Person, ähnlich wie sein Zorn und Ischias. 1 Gabe einmalig.

 

Colocynthis D4: Als Folge seines heftigen Zornes krümmt sich dieser Mensch mit heftigen Gallen- und Magenschmerzen. Der Ärger schießen hinein wie mit Messern und der Stuhl schießt heraus wie Wasser. 1 Gabe alle 10 Min.

 

Staphisagria D30: Kräftiger, roter, stolzer Mensch, der sich über seinen Ärger ärgert, wenn sein Stolz auch nur geringgradig verletzt wird. Er schweigt beharrlich, unterdrückt seine Emotionen. 1 Gabe bedarfsweise.

 

Gelsemium D30: An sich gelassener, schüchterner Mensch mit dunkelrot gestautem Gesicht, der bei Ärger und Aufregung am ganzen Körper zu zittern beginnt. Dieser Mensch sollte vor jedem voraussehbaren, unangenehmen Erlebnis Gelsemium D30 einnehmen.  1 Gabe bedarfsweise.

 

 

 

Genitale männlich:

 

- Entzündungen:

 

Pulsatilla D6:  Bei Tripper oder tripperartiger Entzündung oder bei und nach Mumps sind die ohnehin unterentwickelten Hoden und Nebenhoden dieses eher milden, leicht weiblichen, leicht melancholischen, leicht weinerlichen Mannes geschwollen. Ein dickliches, mildes Sekret sickert aus der Harnröhre.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Thuja D6: Wässrig-blasse Mensch, der seinen Tripper nie richtig ausgeheilt hat. Die gonorrhöische Folge wuchert in den verdickten, einknickenden Gelenken, auf der braunfleckigen Warzenhaut, m geschwollenen Hode, in der polypösen Blase. Er entleert ein grünes, schleimiges, brennendes Sekret.  3 x 1 Gabe tgl., als Zwischengabe einmalig Medorrhinum D200.

 

Clematis D6: Heimwehgeplagter, ängstlich-depressiver, schwieriger, widersprüchlicher Mensch, bei dem der ganze Genitalbereich entzündet ist. Ziehende Schmerzen von Prostata, Hoden und Samenstrang, ebenso auch die Gelenkbeschwerden. Er verträgt keine Kälte, aber auch keine Bettwärme.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Rhododendron D4: Hoden- und Nebenhodenentzündung (Epididymitis), durch Gicht, Rheuma, Wetterwechsel, Unterkühlung ausgelöst. Hoden fühlt sich wie eingequetscht an, empfindliches Gemüt.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Spongia D3: Stichartige Schmerzen im Hoden, fühlt sich schwammig an.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Mercurius solubilis D30: Syphilis mit brennender Harnröhre, aus der satter, grüner, stinkender Eiter fließt.

1 Gabe tgl.

 

- Samenstrangneuralgie:

 

Clematis D6: Gute Arznei bei zu frühem Samenerguss. 3 x 1 Gabe tgl.

 

- Wasserbruch:

 

Rhododendron D4: Quetschender Schmerz, nach allen Richtungen ausstrahlend, besonders in Ruhepausen spürbar.  1 Gabe 1 bis 2stündlich.

 

Abrotanum D4: Schmerz in den Genitalien, der sich drückend anfühlt.  1 Gabe 1 bis 2stündlich.

 

 

Genitale weiblich:

 

- Scheidenentzündung:

 

Acidum nitricum D6: Juckende, brennende, wundmachende Entzündung mit dünnem, scharfem, braun-blutigem, stinkendem Ausfluss. 3 x 1 Gabe tgl.

 

Hydrastis D4: Kontaktblutungen nach oder während des Geschlechtsverkehrs, ausgelöst durch eine entzündeten Muttermund und eventuell dort sitzenden Polypen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Lilium D6: Trichomonaden-Entzündung mit dünnem, bräunlichem Ausfluss, der die Schamlippen wund macht und ein Unterleibsdrängen verursacht, als fiele die Gebärmutter aus der Scheide. Besserung durch krampfhaft übereinandergeschlagene Beine.  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Gebärmutterhalsentzündung:

 

Hydrastis D4: Entzündung, immer von Ausfluss begleitet, der reichlich, gelbgrün, dick, zäh, klebrig, schleimig, häufig auch blutig ist und schon stinkt. Frau fühlt sich schwach, appetitlos.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Acidum nitricum D6: Ausfluss ist hier dünn, zäh, scharf, wundmachend, blutig und übelriechend mit splitterartigen Schmerzen in der Scheide. Frau ist oft dunkel, blass, abgehärmt, hoffnungslos, hat eingesunkene Augen, sie wütet, tobt, flucht, ist rachsüchtig. Oft auch Herzstolpern, Knieknacken, juckende Wärzchen am Hals, Feigwarzen am Damm.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Kreosotum D4: Übelster Ausfluss: dünnes, wundfressendes, nach Fäulnis und Aas stinkendes, bräunlich-blutiges Sekret, das juckend aus der Scheide rinnt. Der Unterleib brennt tief drinnen. Frauenarzt-Besuch ist zu empfehlen. Der wird den Muttermund weit offen sehen, von harten Knoten durchzogen oder gar schon von Gewächsen wie Blumenkohl bedeckt (Scirrhus).  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Gebärmutterblutung:

 

Phosphorus D30: Helle, aktive, starke Blutung.  Frau ist hellhaarig, schlank, hat ein sonniges Wesen, eine wärmende Intelligenz.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Hinweis Diese Arznei (Phosphorus D30) ist die erste, die man bei allen hellroten Blutungen anwenden sollte, gleichgültig aus welcher Körperöffnung !!

 

Ipecacuanha D4: Hellrote Blutung mit leichter Übelkeit, Zunge nicht belegt, sondern absolut rosig rein. 1 Gabe alle 10 Min.

 

Millefolium D4: Plötzliche, hellrote, aktive, flüssige Blutung. Sie verläuft schmerzlos und ohne Angstgefühl. Mittel wirkt besonders rasch, wenn Frau eine kräftige, rote Frau ist, die unter Umständen auch des öfteren an starkem Kopfweh mit anschließendem erleichterndem Nasenbluten leidet.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Ustilago D2: Passive, gemächlich heraussickernde, hellrote, anhaltende Blutung, deren Quelle am schwammig aufgelockerten Muttermund sitzt. Teilweise sickert auch gelegentlich flüssiges, teils geronnenes, helles Blut heraus. Angstgefühl durch anhaltenden Schmerz am unteren Ende der Gebärmutter, auch durch einen brennenden Herzschmerz zusätzlich und seltsam veränderte Empfindungen an den Augen (zucken unkontrolliert) verstärkt. Vorsicht beim Frauenarzt!! Nicht selten ergießt sich plötzlich ein Schwall von Blut mit kleinen, schwarzen Gerinnseln, die kaum mehr stillbar sind!!!  1 Gabe alle 10 Min.

 

Sabina D4: Zuerst fließt das Blut gemächlich, aber anhaltend flüssig. Dann wird plötzlich ein Klumpen sichtbar, der nach seinem Abgang rasch fließendes Blut nach sich zieht, das bei Ruhe verstärkt fließt, hingegen bei ständiger Bewegung weniger wird. Diese Widersprüche sprechen für die Wahl von Sabina D4, noch dazu, wenn vom Kreuzbein zum Schambein ein abwärts pressender Schmerz wehenartig über die Leisten in die Oberschenkel schießt und das Gesicht mit den blau umrandeten, glanzlosen Augen immer blasser wird. Herzklopfen, frösteln.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Erigeron D6: Blut, das anfallsartig, stoßweise, plötzlich wie in einem Guss austritt. Danach tritt ebenso überraschend eine plötzliche Pause ein. Man atmet auf, denkt es ist vorbei, dann kommt der nächste Guss, alarmierend stark. Frau ist an sich  ein eher roter Mensch mit gelegentlichen unangenehmen Blutwallungen zum Gesicht, was auch oftmals Kopfweh und plötzliches, helles Nasenbluten verursachen kann.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Trillium D6: Zarte, blutarme Frau, die eine aktive, hellrote oder dunkle, klumpige Blutung hat. Hat dabei das seltsame Gefühl, als seien die Knochen wie gebrochen, als brächen die Beckenknochen auseinander. Bedürfnis nach fester Umschnürung.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Hamamelis D4: Passive, ausschließlich dunkle Blutung, die gemächlich, aber anhaltend aus der Scheide fließt. Gebärmutter fühlt sich wie gequetscht an, meist hat diese Frau auch Krampfadern, die schmerzen. Sie fühlt sich wie zerschlagen.  1 Gabe alle 10 Min.

 

Secale D4: Dunkles, flüssiges Blut, das raussickert. Hagere, abgezehrte Frau. 1 Gabe alle 10 Min.

 

   Hinweis: Man bedenke, dass die hier aufgeführten Arzneien bei Blutungen aus allen möglichen Körperöffnungen angezeigt sind, sofern das Eigentümliche, Auffallende, Einmalige der beschriebenen Störung zutrifft.

 

 

- Eierstockentzündung:

 

Apis D4: Akute rechtsseitige Entzündung mit stechendem Schmerz, druck- und wärmeempfindlich, bei bestehendem Fieber empfindet man keinen Durst. Eisbeutel auflegen und 1 Gabe stündlich.

 

Lachesis D12: Linsseitige Eierstockentzündung, druck- und wärmeempfindlich, Fieber mit abwechselnden Hitze- und Frostschauder. Trockener Mund mit viel Durst.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Pyrogenium D30: Wenn sich die Frostschauer zum klappernden Schüttelfrost steigern, Pyrogenium nehmen, um die Abszessbildung auf dem Eierstock zu verhindern.  1 Gabe einmalig.

 

Bryonia D3: Stechender Bewegungsschmerz, der sich auf milde Wärme bessert und dem Druck der geballten Faust nachgibt, obwohl oberflächliche Berührung verschlimmert. Wenn Fieber dabei ist, so ist der Mund trocken und es besteht heftiger Durst.  1 Gabe stündlich.

 

Belladonna D30: Berührungs- und erschütterungsempfindlich mit wellenartig pulsierendem Schmerz. Ein milder, warmer Umschlag lindert. Ist Fieber dabei, so verlangt man nach Bettwärme, in dem man dann gegen Mitternacht in dampfendem Schweiß brütet.  1 Gabe alle 8 Stunden.

 

Mercurius corrosivus D4: Wenn man nicht weiß, was für eine Arznei man wählen soll, trotzdem aber auf Antibiotikum verzichten möchte, zusätzlich noch nachts stark und stinkend schwitzt und eine kühle Auflage die Beschwerden lindert.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Hinweis:  Eine akute Eierstockentzündung sollte in der Praxis behandelt werden. Die sofortige Versorgung verhindert die gefürchteten Verwachsungen nach der Entzündung, die in der Folge Unfruchtbarkeit oder auch chronische Unterleibsbeschwerden nach sich ziehen können.  Wenn keine Möglichkeit zur sofortigen Versorgung besteht, lassen die o.g. Arzneien die Wartezeit entzündungshemmend verstreichen.

 

 

- Eierstockneuralgie:

 

Colocynthis D4: Rechtsseitige, zugreifende, kolikartige, ziehende, pressende, stechende Schmerzen, man krümmt sich und will warme Auflagen.  3x1 Gabe tgl.

 

Cimicifuga D4: Die Frau ist schwarzseherisch und ein einziges Nervenbündel. Schmerzen schießen schneidend von einem Eierstock zum anderen, schießen seitlich den Körper hoch. Zum Kopf, zum Herzen, in die li. Hand ausstrahlend. Besonders um die Periode herum.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Caulophyllum D4: Erschöpfte Frau. Schmerzen schießen scharf, rheumatisch und krampfartig durch den ganzen Körper, vor allem vor der Periode und je schwacher diese blutet. Innerliches Zittern, oft auch beginnendes Rheuma an den kleinen Gelenken.  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Periodenschmerz:

 

Magnesium phosphoricum D4 + Colocynthis D4: Krümmschmerzen, warme Umschläge auf dem Unterbauch lindern. Je 1 Gabe im Wechsel alle 10 Min.  Hinweis: Wenn nach 1 Std. keine Besserung, dann sprechen Sie auf die beiden Arzneien nicht an !

 

Ignatia D4: Angezeigt, wenn die beiden oberen nicht ansprechen: Der Schmerz sollte aber auch hier  nach 1 Stunde besser sein! Der Krampf sitzt wie ein Pflock im Unterleib, steigert sich allmählich, verschwindet plötzlich, um dann in periodischem Rhythmus wiederzukehren. Für Frauen, die gerne beim Ansehen erröten und verlegen werden, gern allein gelassen werden möchten, sich unverstanden fühlen.  1 Gabe alle 10 Minuten.

 

Chamomilla D30: Die bisher erwähnten Krämpfe werden nur im Unterleib verspürt. Strahlen sie jedoch bis in die Oberschenkel aus, ins Kreuz und in den ganzen Bauch, dann ist Chamomilla D30 richtig, noch dazu, wenn Sie ein eher hitziger Mensch sind mit Verlangen nach Kühle, auch auf dem Unterlaub und in Ihrer nervösen Gereiztheit eigentlich nicht recht wissen, wonach Sie verlangen.  1 Gabe einmalig.

 

Belladonna D30: Alle bisherigen Krämpfe lindern sich durch Krümmen des Leibes und Anziehen der Beine. Sollten Sie jedoch das Verlangen haben, mit den Händen ins Kreuz gestützt, sich zurückzubeugen oder, sich flach ausstreckend, in warme Bett zu legen, dann hilft Ihnen sicher Belladonna D30.  1 Gabe einmalig und bedarfsweise wiederholen.

 

- Periodenblutung:

 

Calcium carbonicum D6: Starke Periodenblutungen mit anschließender Erschöpfung behandeln Sie lange Zeit, mindestens über drei Perioden hinweg, mit den folgenden zwei Arzneien. Zunächst mit Calcium carbonicum D6, 1 Gabe morgens tgl.,

 

Kalium carbonicum D6: Und diese Arznei am Abend eingenommen, das hat sich bewährt !

 

Millefolium D4: Ist die Blutung sehr stark und eher von hellroter Farbe, so nimmt man währenddessen zusätzlich Millefolium D4, allerdings nur solange man stark blutet.  1 Gabe stündlich.

 

Hamamelis D4: Ist die Blutung sehr stark und eher von dunkelroter Farbe, so nehmen Sie zusätzlich Hamamelis D4. Die letzteren zwei Arzneien sind gleichzeitig sehr bewährte Hilfen bei Blutung jeglicher Art und Quelle, wenn Sie die entsprechende Farbpalette unterscheidend in Betracht ziehen.  1 Gabe stündlich.

 

Bovista D6:  Die Zwischenblutung während des Eisprungs wird erfolgreich mit Bovista D6 behandelt. Auch dunkelrote starke Regelblutungen können Sie mit dieser Arznei günstig beeinflussen.  1 Gabe 2stündlich.

 

- Ausschabung:

 

Arnica D6: Ist die Ausschabung unumgänglich begründet, dann nehmen Sie zwei Arzneien mit. Arnica D6 sowohl 1 bis 2 Tage vor dem Eingriff, als auch danach, wenn die Nachblutungen anhalten sollten.  3 x 1 Gabe täglich.

 

Bellis D3: Diese Arznei ist eher angezeigt, wenn nach dem Eingriff tief drinnen ein Wundschmerz verbleibt und sich der Unterleib wie gequetscht anfühlt.  3 x 1 Gabe tgl.

 

 

Hals:

 

- Halsschmerzen:

 

Aconitum D30: Plötzlicher Anflug eines kratzigen Gefühles im Hals. Nur für dieses erste Stadium wirksam, wenn ein kaltes Getränk vorübergehend die Empfindung lindert.  1 Gabe einmalig.

 

Belladonna D30: Trockener, brennender Schluckschmerz, der einen zum Schlucken zwingt und sich mit einem warmen Getränk beruhigt. Beim Hineinschauen glänzt uns ein trockener Hals entgegen.  1 Gabe einmalig.

 

Apis D30: Es glänzt ein wässriger Hals im Inneren, ein stechender Schmerz hindert am Schlucken. Etwas Kaltes besänftigt kurzfristig. 1 Gabe einmalig.

 

Cantharis D30: Schmerz wie brennender Pfeffer, Halskrämpfe als sei der Hals zu eng. Der Hals glänzt entzündlich und krampft, als sei die Passage zu eng.  1 Gabe einmalig.

 

Nux vomica D30: Bei Viel-Rauchern und Viel-Trinkern und Viel-Rednern entflammt gelegentlich der  Hals.  1 Gabe einmalig.

 

Mercuris solubilis D30:  Hals, der auf jeden Wetterwechsel mit Entzündlichkeit antwortet und sich wund und rau anfühlt, außerdem stinkt der Atem übelst.  1 Gabe einmalig.

 

- Mandelentzündung:

 

Aconitum D30: Schluckbeschwerden in der Mitte des Halses, die beiden Lymphdrüsen am Kieferwinkel des äußeren Halses sind druckempfindlich. Aconitum ist die erste Arznei, allerdings so früh wie möglich geben. Der Rachenring ist dabei hellrot und trocken.  Ein kalter Halsumschlag und ein kühles Getränk lindern.  1 Gabe einmalig.

 

Apis D30: Trockener, stechender Schmerz beim Stechen. Der Rachen ist trocken, geschwollen und hellrot.  Ein kühler Halsumschlag und ein kühles Getränk linder, es besteht jedoch kein Verlangen danach. 1 Gabe stündlich.

 

Belladonna D30: Fortschreitende Entzündung, Rachen hellrot wie eine Tomate, Erdbeerzunge, hämmernde Schmerzen. Warmer Halsumschlag und warmes Getränk lindern.  1 Gabe einmalig.

 

Hepar sulfuris D30: Im Rachen sind gelbe Eiterstippchen auf den Mandeln erkennbar. Ein warmer Halsumschlag und ein warmes Getränk lindern.  2x1 Gabe tgl.

 

Mercuris solubilis D30: Letztes Stadium der Entzündung mit eitrigem Belag. Der Hals stinkt, die Zunge ist dick geschwollen und kräftig schmutzig-grau belegt. Kühle lindert.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Merke:  Die Aufeinanderfolge dieser Arzneien nennen wir die Entzündungsreihe:

 

-          Aconit D30

-          Belladonna D30

-          Apis D30, Hepar sulfuris D30

-          Mercuris solubilis D30.

 

Je öfter man die Hals- oder Mandelentzündung mit einer oder mit aufeinanderfolgenden Arzneien behandelt, desto seltener wird man daran erkranken !

 

 

Die Ausnahmen:

 

Pyrogenium D30: Beginn mit wundem Schmerz und Aconit unwirksam, dann Pyrogenium nehmen und abwarten, welche Erscheinung und Empfindung sich herauskristallisieren. Diese Arznei wird im Winter häufiger gebraucht.  1 Gabe einmalig.

 

Lycopodium D4: Mandelentzündung beginnt rechts und wandert nach links.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Lac caninum D4: Beginn rechts, wandert nach links, aber Lycopodium bleibt erfolglos, dann Lac caninum nehmen, vor allem, wenn die Beschwerden inzwischen von links wieder nach rechts gewandert sind. Rachen erscheint glasig, milchig glänzend mit silbrigem Belag.  3 x  1 Gabe tgl.

 

Lachesis D12: Beginn links und wandert nach rechts.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Barium carbonicum D4:  Große, geschwollene Mandeln, die so groß sind, dass sie sich in der Mitte fast berühren. Auch die Lymphdrüsen am Hals sind groß und geschwollen und manchmal auch die Oberlippe. Die Entzündung entwickelt sich langsam.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Baptisia D6: Beginn blitzartig, aus heiterem Himmel. Im Nu sieht der Rachen purpurfarben faulig, schwammig geschwollen, geschwürig aus, keine Schmerzen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Ignatia D30: Ungewöhnlichste Form der Halsbeschwerden: Das Schlucken ist nicht schmerzhaft, sondern lindert, man sammelt ständig Speichel oder trinkt sehr viel, nur um zu Schlucken.  1 Gabe einmalig.

 

- Seitenstrangangina:

 

Phytolacca D4: Keine Mandeln mehr, aber trotzdem Halsschmerzen, meist als Folge von Zugluft und/oder Unterkühlung. Hier hilft nach Aconit Phytolacca. Der Rachenring ist dunkelrot ist bläulich-rot verfärbt.  Schmerzen, die gern zum Ohr hin- und den Rachen hinunterziehen. Wenn starke Unterkühlung vorausgegangen ist, dann kann sich der Rücken wie zerschlagen anfühlen.  3 x  1 Gabe tgl.

 

- Heiserkeit:

 

Aconitum D30: Beim plötzlichen Beginn einer Unterkühlungsfolge und wenn es dem ?Schreckhaften durch Schreck die Stimme verschlägt?. 1 Gabe bedarfsweise.

 

Spongia D3: Heiserkeit durch Unterkühlung, mit schwammigem Gefühl im Hals und Schwierigkeiten beim Atmen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Argentum nitricum D30: Heiserkeit nach Belastung der Stimme (z.B. Sänger, Redner). 1 Gabe bedarfsweise.

 

Alumina D12: Trockene Heiserkeit mit ausgemergelter Stimme, zäher Schleim haftet im Rachen, ständig muss man sich zwanghaft räuspern, das Schlucken fällt schwer.  Dies besonders, wenn das Wetter zum Trockenen umschlägt.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Arum triphyllum D6: Nervöser, unruhiger Mensch, der heiser wird.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Verbascum D6: Tiefsitzende Heiserkeit mit hohler Bassstimme und einem trockenen Husten, Rachen, Kehlkopf und Brust sind von Wundheit geschlagen und verlangen nach Wärme.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Causticum D 4: Chronische Heiserkeit beim blassen, nervösen, gereizten und doch erschöpften Menschen. Rachen, Kehlkopf und Stimme kratze, sind ätzend wund wie die Bronchien. Frische Kühle als Wasser oder Luft will er, das Wetter muss aber warm und feucht sein.  3 x 1 Gabe tgl. über einen langen Zeitraum.

 

- Krupp:

 

Allgemeines: Der Krupp ist meist ein plötzliches, mitternächtliches Geschehen mit lebensbedrohlicher Dramatik Atemnot, Halsenge, trockenem, blechernem Husten oder mit Giemen, Pfeifen und Atmen wie durch einen feuchten Schwamm. Es gilt also, rasch zu handeln. Kortisonzäpfchen oder erste Hilfen durch Homöopathie. Sie allein entscheiden jetzt über das Schicksal Ihres Kindes. Ein Zäpfchen zu verabreichen ist keine Kunst ? wohl aber die richtige Arzneiwahl !!

 

Aconitum D30: Zuerst 10 Tropfen in ¼ Liter Wasser und alle 5 Min. einen Kaffeelöffel davon geben. Das beruhigt die zunehmende Angst des Kindes und auch die der Eltern. Oft genügen einige Kaffeelöffel, um den Anfall zu unterbrechen.  1 Gabe in Wasserlösung.

 

Drosera D3: Bleibt ein hohler, blecherner, krampfartiger Krampfhusten zurück, dann lasse man Drosera D3 folgen.  1 Gabe alle 10 Min.,  3 x 21 Gabe ab dem folgenden Tag.

 

Spongia D3: Wenn ein bellender Räusperhusten mit schwammartiger, giemender Atmung zurückbleibt.  1 Gabe alle 10 Min., 3 x 1 Gabe ab dem nächsten Morgen.

 

Pyrogenium D30:  Wenn der Krupp ? oder die chron.Bronchitis ? nach der zweiten DPT-Impfung im sechsten bis achten Lebensmonat beginnt.  1 Gabe bedarfsweise.

 

 

- Kehlkopfschwellung:

 

Allgemeines: Es kommt zu regelrechten Erstickungs-Anfällen. Durch die Homöopathie kann erreicht werden, dass auf die Benutzung der Kortisonsprays fast oder ganz verzichtet werden kann.

 

Apis D30: Wie bei allen allergischen Reaktionen, bei denen die Haut oder Schleimhaut bedrohlich anschwillt, wird Apis der erste Rettungsversuch sein. Jeder Atemzug scheint dabei ?der letzte? zu sein.  1 Gabe alle 5 Min.

 

Sambucus D30: Der Kehlkopf verkrampft sich immer mehr, der Gequälte versucht mit weit geöffnetem Mund die letzten Atemzüge zu erhaschen.  1 Gabe alle 5 Min.

 

Chlorum D30: Ganz schlimm wird es, wenn man zwar einatmen, aber nicht mehr ausatmen kann. Dazu versperrt ein plötzlicher Kehlkopfkrampf zusätzlich die Atmung. Das ist höchste Not, der man mit Chlorum so lange entgegenwirkt, bis eine Klinik in Sichtweite auftaucht.  1 Gabe alle 5 Min.

 

 

- Verschlucken:

 

Cicuta D30: Man sitzt in einem Restaurant und erlebt mit, wie am Nachbartisch plötzlich jemand einen hustenähnlichen Anfall erleidet. Verschlucktes Essen (z.B. eine Gräte) ist der Auslöser. In so einem Augenblick hilft Cicuta D30 oder höher.  1 Gabe jede Minute.

 

 

Schilddrüse:

 

Allgemeines: Die Schilddrüse ist ein zentrales Drüsenorgan mit Beziehungen zum Gehirn, zum Gemüt, zum Temperament und zu den Organen Herz, Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke. Hieraus verstehen wir auch die Vielzahl der Begleitstörungen bei Über- und Unterfunktion der Schilddrüse. Einige Arzneien sollen Ihnen erste Hilfe gewähren.

 

Natrium muriaticum D 30:  Gemütsdepression mit Abmagerung trotz genügender Nahrungsaufnahme, Durchfälle, großer Durst bei trockenem Mund, Herzklopfen morgens beim Erwachen bei ohnehin gestörtem Schlaf. Der Pat. Grübelt viel, seufzt und sorgt sich, er ist in sich gekehrt.  1 Gabe bedarfsweise.

 

Ferrum phosphoricum D12: Vermehrte Herztätigkeit den ganzen Tag über, dann zusätzlich noch Ferrum phosphoricum zur Beruhigung des Herzschlages und der Übererregbarkeit.  2 x 1 Gabe tgl.

 

Lycopus  D12: Herzreaktionen besonders abends nach dem Niederlegen, Herzschlag pulsiert fühlbar und hörbar, Unruhe und Zittrigkeit. Wirkt besonders bei Menschen, denen gleichzeitig die Leber beschwerlich ist und bei denen gelegentlich die Galle zwickt.  1 Gabe abends vor dem Schlafengehen.

 

Belladonna D30: Plötzliche Blutwallungen zum Kopf, der Kropf pulsiert, die Halsschlagadern pochen, dampfende Schweiße überfallen tags und nachts den Pat.,  1 Gabe bedarfsweise, bei Auftreten der Beschwerden einnehmen.

 

 

Haut

 

- Blasenlaufen:

 

Allium cepa D3:  Die Blase sticht und brennt.  1 Gabe alle 10 Min.

 

- Bluterguss:

 

Acidum sulfuricum D3: Ein Bluterguss, egal, an welchem Körperteil. Acidum sulfuricum unterstützt das schnellere Loswerden des blauen Fleckes, außerdem verhindert die Arznei die mögliche Entzündung.  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Eitergrind:

 

Antimonium crudum D4: Eiterbläschen im Gesicht, fachlich Impetigo genannt, die gegen hornige, gelbbraune Krusten eingetauscht werden.  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Gürtelrose:

 

Allgemeines: Die Gürtelrose ist eine Infektion der Nerven durch den Herpes-zoster-Virus. Sie erscheint am liebsten im Bereich des Gürtels und blüht wie eine Rose. Das wäre soweit erträglich. Was sie jedoch unerträglich macht, ist der zerstörerische Charakter der Schmerzen: Ziehen, Bohren, Reißen, Brennen, als möchte der Erkrankte das Fleisch vom Körper reißen. Nachts sind die Schmerzen besonders heftig. Der Virus bildet kleine Bläschen auf der Haut über dem Verlauf der Nerven.

 

Ranunculus bulbosus D30: Für den Ausschlag im Bereich der Rippen. Der Schmerz ist stechend im ganzen Nervenbereich, auch da, wo kein Ausschlag sichtbar ist. Die berührungsempfindlichen Bläschen brennen und jucken bei Kleiderdruck oder beim versehentlichen Betasten.  1 Gabe 2stündl.

 

Rhus tox D30: Ist der Schmerz eher von juckender als brennender Art, lindert das Kratzen und dezente Wärme, dann Rhus tox bis zur Abheilung oder bis zur Veränderung des Schmerzcharakters. Der Leidende ist sehr unruhig, bewegt sich ständig, um das begleitende Zerschlagenheitsgefühl zu erleichtern.  1 Gabe täglich.

 

Mezereum D6: Heftiger, wellenartig bohrender Schmerz, brennend wie verbrüht, unerträglicher nachts, wird gut gelindert durch Mezereum D6 bis zum Abfallen der Verkrustung. Vorteil der Arznei ist die vollständige Heilung. Neuralgische Nachwehen gibt es damit nicht. Gewöhnlich leiden die Betroffenen, besonders ältere Menschen, 2 bis 3 Wochen unter gleichbleibender Qual.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Prunus D6: Gürtelrose, die am Kopf beginnt, meist auf der Stirn im Haaransatz. Breitet sich über ein Auge aus, der Pat. hat dabei unerträglich neuralgische Schmerzen, die im Auge von innen nach außen blitzartig von der Stirn in den Hinterkopf schießen.  3 x 1 Gabe täglich.

 

- Herpes labialis:

 

Allgemeines: Die Lippenbläschen, Erkältungsbläschen oder Fieberbläschen, wie der Volksmund auch sagt, sind ein Zeichen verminderter Abwehrlage. Sie erscheinen häufig in der Folge einer Erkältung.

 

Rhus tox D30: Die Bläschen sind dunkelrot auf geröteter Umgebung und werden bald eitrig, eine Erkältung ging voran.  1 Gabe einmalig.

 

Dulcamara D30: Vor der Periode oder in der Folge von Durchnässung sprießen diese gelblichen Bläschen.  1 Gabe einmalig.

 

Graphites D12: Bläschen nicht nur an den Lippen, sondern auch in den  Mundwinkeln, diese reißen ein, eitern rasch und bilden dünne, rissige Krusten.  2 x 1 Gabe täglich.

 

Cicuta D6: Kleine, oft wie im Kreis angeordnete Bläschen, auf denen sich sehr rasch eine gelbe Grind auflagert. Erschein nicht nur an den Lippen, sondern überall auf der Haut, besonders im Gesicht und am Po.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Natrium muriaticum D30: Schlanker, blasser Mensch, der anfällig ist. Frühzeitige Einnahme wichtig, sobald die erste Schwellung spürbar ist.  1 Gabe einmalig.

 

- Insektenstich:

 

Allgemeines: Wer viel gereist ist, der kennt die Plage und weiß, wie lange so ein Stich jucken kann, falls er sich nicht gar entzündet. Insbesondere, wenn der Pat. eine allergische Anlage ererbt hat.

 

Apis D30: Akuter, stechender Brennschmerz.

1 Gabe stündlich. Bei Bienen- und Wespenstichen ist eine einmalige Gabe von Apis D200 zu empfehlen (die Gabe kann im Notfall nach 10 min. wiederholt werden, dann wird der Schmer sehr rasch vergehen). Eine kühle Auflage beschleunigt die Linderung.

 

Ledum D3: Wenn man auf Apis nicht reagiert, ist Ledum angezeigt, da Ledum eine wertvolle Verletzungs- und Rheuma-Arznei (als Folge von Stich natürlich) ist. Eine kühle Auflage lindert. 1 Gabe stündlich.

 

Staphisagria D12: Ist als Vorbeugemittel gedacht, weil Staphisagria unser Blut für Stechmücken fast ungenießbar verändert. 1 Gabe morgens.

 

- Zeckenbisse:

 

Ledum D30: Entfernen Sie die die Zecke, indem Sie sie mit einer Pinzette entgegen dem Uhrzeigersinn aus der Haut rausdrehen. Danach Ledum D30, 1 Gabe einmalig.

 

Lachesis D12: Dunkelrot geschwollene Zeckenbisse, auch andere Insektenbisse oder ?stiche, die dunkel- bis blaurot geschwollen sind.  2 x 1 Gabe täglich.

 

  

- Nagelbettentzündung:

 

Allgemeines: Umlauf ist der volkstümliche Ausdruck für die Fingernagelbettentzündung. eigentlich wird sie behandelt wie ein Abszess. Der Umlauf kann aber eigenwillige Empfindungen und Erscheinungen ausgestalten, wobei die Hilfe eines Homöopathen unumgänglich ist.

 

Belladonna D30: Erste Entzündungserscheinungen mit Hitze, Röte, Schwellung und Berührungsempfindlichkeit, wobei das Fingerendglied pulsierend pocht und leichte Wärme den Schmerz lindert. 1 Gabe einmalig, nach 12 Stunden wiederholen, falls es immer noch pocht.

 

Bufo D12: Wenn der Nagel blau-violett schimmert (meist Menschen und Kinder mit Riesenmandeln). 2 x 1 Gabe täglich.

 

Hepar sulfuris D30:  Wenn der Umlauf bereits weicher wird und etwas Eiter sichtbar ist, weniger pocht, aber Wärme noch lindert. 1 Gabe alle 6 Stunden, 3 Gaben insgesamt.

 

 

- Risswunden:

 

Calendula D4: Risswunden sind eher selten. Sollte es sie dennoch erwischen, dann hilft Calendula D4, unterstützend auch die Salbe, Calendumed genannt.  3 x 1 Gabe täglich.

 

- Schnittwunden:

 

Staphisagria D3: Glatte Schnittwunden, z.B. durch Messer, Glase, scharfkantige Dosen, Skalpell, werden mit Staphisagria geheilt. 3 x 1 Gabe tgl., bis die letzte Kruste abgefallen ist.

 

- Schürfwunden:

 

Bellis D3: Oberflächliche Kratzer, z.B. nach einem Fahrradsturz, heilen ohne Narben mit Bellis D3. 3 x 1 Gabe tgl., solange, bis die letzte Kruste abgefallen ist.

 

- Stichwunden:

 

Ledum D3: Stichwunden, z.B. durch Nadeln, Nägeln, Spritzen, Insekten, scharfe Hunde- oder Katzenzähne, Glas- oder Holzsplitter. 3 x 1 Gabe tgl.

 

- Sonnenbrand:

 

Allgemeines: Beim Sonnenbaden ist immer Vorsicht geboten im Hinblick auf Intensität, Winkel, vorhandenen Wind und Hellhäutigkeit. Bei fortdauernder, leichter Brise ist die Gefahr der Verbrennung rasch gegeben, weil andere Aspekte unbemerkt bleiben.

 

Belladonna D30: Rötung wie ein Krebs oder wie eine Tomate, Haut schmerzhaft berührungsempfindlich. Frösteln, Wärme lindert.  1 Gabe einmalig.

 

Rhus tox D30: Rötung, Jucken, Brennen, heftiger Durst in großen Schlucken und ein Körpergefühl wie zerschlagen. 1 Gabe einmalig.

 

Arsenicum album D30: Rötung, heftiges Brennen, heftiger Durst in kleinen Schlucken, müde und erschöpft.  1 Gabe einmalig.

 

 

 

- Verbrennung:

 

Allgemeines: Entscheidend für die Arzneiwahl sind der Grad der Verbrennung, die Art der Erscheinung und die Modalitäten.

 

I.Grad:

 

Belladonna D30: Kräftige Röte wie eine Tomate, Hitze, Schwellung und trotzdem lindert fließend warmes Wasser. 1 Gabe einmalig.

 

Apis D30: Helle Röte, Hitze, Brennen, Schwellung wie beim Bienenstich, fließend kaltes Wasser lindert. 1 Gabe 2stündlich.

 

II.Grad:

 

Cantharis D30: Zusätzliche Blasenbildung mit heftigem Brennen. 1 Gabe 2stündlich.

 

III.Grad:

 

Causticum D30: Stellenweise ist rohes Fleisch sichtbar, wie verätzt. Die Gaben 2stündlich wiederholen am nächsten oder übernächsten Tag wenn weiterhin Schmerzen bestehen.  1 Gabe 2stündlich.

 

Calendula D4: Wenn die Blasen aufbrechen, dann die rohen Stellen mit Calendula-Urtinktur oder mit Calendumed-Salbe balsamieren. Am besten Calendula-flüssig und D4 anwenden.  1 Gabe 2 stündlich.

 

- Wunden:

 

Hepar sulfuris D30: Eitrig infizierte Wunden, warme Auflage lindert, allgemein bei "schlechter Heilhaut".  2 x 1 Gabe tgl.

 

Mercuris solubilis D30: Stark stinkender Eiterbelag auf Wunden oder aber auch auf Mandeln, kalte Auflage lindert.  2 x 1 Gabe tgl.

 

 

Herz

 

Allgemeines: Das Herz ist ohne Zweifel der Sitz des Gemüts. So werden Störungen des Gemüts zu Störungen am Herzen. Angst, Kummer und Kränkung sind die eigentlichen menschlichen Auslösungen. Das dürfen wir nicht vergessen, wenn ein Mensch durch Herzenskränkung herzkrank wird. Um diese tiefe Schicht der Person kümmert sich der homöopathische Arzt. Für die verschiedenen, am Herzen empfundenen Störungen wie Klopfen, Stechen, Brennen, Beklemmung, Druck, Unruhe und Angst, gibt es Arzneien für die augenblickliche Herzensnot.

 

- Herzrasen:

 

Aconitum D30: Herzklopfen, das plötzlich, unerwartet, heftig und kräftig auftritt. Alle 5 min. einen Schluck von Aconitum D30 in ¼ Liter Wasser aufgelöst trinken.

Nach einer halben Stunde sollten die Beschwerden gebessert sein: Die hektische Röte des Gesichtes ist weg, die Ruhe kehrt zurück. Jeder herzkranke Mensch sollte diese Arznei in seiner Tasche mitführen. Unterwegs 1 Gabe unter die Zunge, lindert diese Art von Herzbeschwerden.

 

Natrium muriaticum D30: Starkes Herzklopfen, besonders beim Erwachen aus dem Schlaf mit Angst vor dem kommenden Tag. Dieser Mensch zieht sich  nach einer Kränkung schweigend zurück, weint in der Stille, seufzt, magert ab, ist abgehärmt, aber trotzdem verteidigt er seinen Standpunkt mit zähem Charakter.  1 Gabe in Wasserlösung, alle 5 min. einen Schluck trinken.

 

Convallaria D2: Das Herz rast attackenweise, stolpert, sticht, "spielt irgendwie verrückt", mit feinen Wassereinlagerungen an den Beinen. 1 Gabe bedarfsweise.

 

- Herzstechen:

 

Spigelia D4: Herzstechen, als ob mit einem spitzen Messer darin gebohrt würde. Erschütterung und Berührung lösen ängstliche Unruhe aus. Bei nächtlichen Anfällen begleiten unbegründete üble Ahnungen das Herzklopfen. Spigelia lindert den Druck, das Stechen, das hörbare und sichtbare Klopfen. 1 Gabe alle 10 min.

 

- Angina_pectoris:

 

Cactus D3: Ein Gefühl, als sei das Herz mit einer eisernen Faust gepackt. Cactus D3 genommen, und der rasche, kleine, stolpernde Puls wird voll. 1 Gabe alle 10 min.

 

Lachesis D12: Pectanginöse Beschwerden, die aus dem Schlaf heraus erschrecken, mit dramatischer Angst, mit Blutwallungen zur Brust, zum Gesicht, mit Zusammenschnüren am Herzen und am Halse wie zum Ersticken, überfallen den eher blassen, schlanken, hektischen Menschen. 2 x 1 Gabe tgl. oder 1 Gabe bedarfsweise.

 

Vipera D12: Die gleichen Beschwerden, die gleichen Erscheinungen, die gleichen Empfindungen überfallen den blassen, kalten, ohnmachtsnahen Menschen. Nur, sein Gesicht bleibt erschreckend blass im Leid. In seinen Beinen empfindet er das Gefühl, als wollten sie zerplatzen, wenn er sie, durch seine Hektik aus dem Bett getrieben, am Bettrand herunterhängen lässt. 2 x 1 Gabe tgl. oder 1 Gabe bedarfsweise.

 

Arnica D30: Kräftiger Herzpatient mit Bluthochdruck und Neigung zum Schlaganfall: Einen Druck wie ein Elefantenfuß. Angst und Unruhe begleiten auch diesen Menschen. Jede Erschütterung, Berührung und Bewegung verstärkt das Gefühl, als könne das Herz aufhören zu schlagen. Trotzdem findet er keine Ruhe, keinen rechten Platz. 1 Gabe einmalig.

 

Aurum D30: Dasselbe Druckgefühl, aber ein eher rundlicher, untersetzter, kurzatmiger Patient mit hochrotem Gesicht, mit hohem Blutdruck, mit verfetteter Leber. Depressive, verhaltene Ängstlichkeit, die das Gesicht widerspiegelt.  1 Gabe einmalig.

 

Arsenicum album D30:  Blasser, dürrer Mensch mit ? meist nachts ? unerträglicher Herzenge, heftigem Brennen in der linken Brust, mit kalten Schweißausbrüchen, mit Elendigkeit, als stünde der Tod bevor.  1 Gabe in Wasserlösung.

 

- Herzinfarkt:

 

Allgemeines: Der frische Infarkt ist selten unmittelbar am Herzen zu verspüren. Vielmehr umarmt den Betroffenen eine unbändige Übelkeit in der Magengegend, die in verschiedenen Qualitäten zum Herzen ausstrahlt. "Mir ist so furchtbar elend", werden Sie mit hinfälliger Stimme hören. Hier nun Ihre ersten Hilfen, nachdem Sie den Notarzt zu Hilfe riefen. Niemals werden Sie hilflos zuschauen müssen, wie ein von Ihnen geliebter Mensch mit Ihnen elendig leidet.

 

Aconitum D30: Wenn diese Elendigkeit mit plötzlichem, heftigem Beginn einstürmt, sich in hochrotem Gesicht die Todesangst verbreitet, ist Aconitum D30 angebracht. 1 Gabe in Wasserlösung.

 

Lachesis D30: Noch ein hochroter, vom Grauen erfasster Mensch, dessen Not sich in enormer Angst zu ersticken darbietet. 1 Gabe in Wasserlösung.

 

Arsenicum album D30: Dieser Leidende sieht bereits aus wie der Tod. Kaum dass die Not begonnen hat, verfällt er ungewöhnlich rasch. Der kalte Schweiß steht ihm auf der Stirn, während er sich mit ängstlicher Unruhe auf der Liege wälzt und nach einer warmen Decke und nach Arsenicum album D30 verlangt. 1 Gabe in Wasserlösung.

 

Tabacum D30:  Totenlebendigkeit und Herznot stehen diesem ebenso blassen Menschen ins Gesicht geschrieben, während er relativ gelassen, nach Tabacum D30 verlangend, seinem Schicksal entgegenschaut.  1 Gabe in Wasserlösung.

 

Carbo vegetabilis D30: Fast schon blass-bläulich schaut jener aus, der in Stille mit dem Tod ringt, um frische Luft bittet. 1 Gabe in Wasserlösung.

 

- Herzkollaps:

 

Strychninum nitricum D4:  Die drohende Herzlähmung mit Atemnot, blauen Lippen, blauen Fingerspitzen und saurem Aufstoßen erleben wir nur bei herzgeschädigten Menschen. Da die Erscheinungen jedoch häufig mit einem "Kreislaufkollaps" verwechselt werden, ist es wichtig, dass jeder, der weiß, wie es um ihn steht, Aconit in seiner Tasche mitführt.  1 Gabe alle 10 min.

  

Hirn:

 

- Meningitis:

 

Apis D30: Akute Erscheinung  mit Fieber ohne Durst, zurückgezogenem Kopf (Meningismus) und gelegentlichem schrillen Aufschreien. 1 Gabe in Wasserlösung

 

- Gehirnerschütterung:

 

Arnica D30: Gehirnerschütterung mit begleitendem Kopfschmerz, dumpfer Schwere im Kopf, Benommenheit und Schwindel, vor allem bei Erschütterung. Wir verlangen nach Ruhe, wollen in Ruhe gelassen werden und finden doch nicht den rechten Platz. Das Gesicht ist dabei gerötet, unruhig und ängstlich. 1 Gabe täglich.

 

Hyoscyamus D30: Eher blass, erschreckt und ängstlich-unruhig. (Hierbei sitzt der Schreck nach dem Unfall tiefer als die Verletzung). 1 Gabe täglich

 

 

- Hitzschlag:

 

Apis D30: Ein stundenlanges Gefühl der Benommenheit im Kopf, verursacht durch eine Schwellung des Gehirns. 1 Gabe einmalig, dazu lindern kühle Wickel an Bauch und Oberschenkel, die Apis-Gabe kann gegebenenfalls wiederholt werden.

 

Lachesis D30: Fieber und dunkelrotes Gesicht, später Blässe, panische Angst, ein Erwürgungsgefühl am Hals, äußerste Berührungsempfindlichkeit am ganzen Körper und heftige Unruhe, Frösteln. 1 Gabe einmalig

 

Glonoinum D30: Man leidet schon unter Bluthochdruck oder Angina pectoris, dazu hat man vielleicht noch ein paar Schlückchen guten Weines getrunken, und bekommt daraufhin ein hochrotes Gesicht mit Gefühl, der Kopf würde zerspringen. 1 Gabe einmalig

 

Arsenicum album D30: Gesicht totenmaskenähnlich bleich und mit kaltem, klebrigem Schweiß bedeckt. Trockener Mund, man möchte kühles Wasser trinken, Frost und ängstlich Unruhe. 1 Gabe ein- bis zweimalig (nach ca. 15 Minuten), dazu in warme Decken einwickeln

 

 

 

- Schlaganfall:

 

Arnica D30: Kräftiger Patient mit hochrotem Gesicht, ängstlich, benommen, unruhig, möchte sich bewegen, kann jedoch nicht. Schmerzen bei jeder kleinsten Erschütterung. Das Bett ist zu hart. 1 Gabe pro Tag

 

Opium D30: Gestauter, bewusstloser Patient, dunkelrotes bis bläuliches Gesicht, unnatürlicher Atemrhythmus, das Bett ist zu weich. 1 Gabe pro Tag

 

Hyoscyamus D30: Blasses Gesicht beim Ohnmächtigen. Unwillkürlicher Abgang von Stuhl und Urin, verwirrte Gedanken. 1 Gabe sofort, danach tgl. 1 bis 2 Gaben

 

Knochen

 

- Knochenbruch: 

 

Symphytum D4:  Alle Knochenbrüche brauchen Ruhe und Zeit, werden aber mit Symphytum D4 erprobterweise viel schneller wieder verwachsen. Die raschere Kallusbildung mit Hilfe der Arznei ist sogar klinisch überprüft !  3 x 1 Gabe tgl.

 

- Knochenhautverletzung:

 

Ruta D3: Überall da, wo bei Verletzungen die Knochenhaut  mitbetroffen ist, wird Ruta D3 Besänftigung verschaffen.  3 x 1 Gabe tgl.

 

Kopf

 

- Kopfschmerzen:

 

Allgemeines:  Dieses Leid ist so vielfältig in seiner Auslösung und Ausprägung und so vielgestaltig mit der Anlage und Verfassung der betroffenen Person verbunden, dass diese in ihrer Gesamtheit ärztlich erfasst werden muss. Es fällt nicht leicht, die wesentlichen heilenden Arzneien und Arzneihilfen auszusuchen.

 

Achten Sie bitte auf den Sitz, die Lokalisation des Schmerzes, auf die Schmerzempfindung, den Gesichtsausdruck, das Aussehen und auf das Verhalten des Leidenden.

 

Gelsemium D30: Angst, Ärger, Aufregung, Erwartung, Prüfung oder auch Wetterwechsel, Föhn, Erkältung sind die Auslösungen für einen weitverbreitenden Hinterkopfschmerz. Der Schmerz sitzt krampfend im Nacken und zieht über den Hinterkopf, die Schädeldecke, zur Stirn, zu den Augen, die flimmern. Der Kranke zittert, ist berauscht, benommen und schläfrig. Sein Gesicht ist eher dunkelrot, erschöpft. 1 Gabe einmalig.

 

Nux vomica D30: Exzesse mit Genussmitteln in zeitlichem Durcheinander, Übernächtigung aus gesellschaftlichen Anlässen, Überanstrengung bei geschäftlichen Belangen sind die Auslösungen für den eher zivilisatorischen Katerkopfschmerz mit Hauptsitz im Hinterkopf. Auch Erkältungen und Unterkühlung bei trocken-kaltem Wetter können einen ähnlichen Kater auslösen.  1 Gabe einmalig.

 

Cimicifuga D4: Gelenk- und Muskelrheuma, Periode, Wechseljahre und Nervosität sind die Auslöser eines Hinterkopfschmerzes, der eher Frauen befällt. Der krampfartige Schmerz beginnt mit steifem Nacken, zieht neuralgisch über die Schädeldecke und Augen bis in die Wangen und die Kiefer. Man hat das Gefühl, als öffne und schließe sich die Schädeldecke, ist von innerer Unruhe geplagt, seufzt ängstlich, weil man glaubt, nicht mehr gesund zu werden.  1 Gabe alle 10 min.

 

Cocculus D12: Autofahren, Fliegen, Übernächtigung, übermäßiges Fernsehen, geistige Überanstrengung sind die Auslösungen für einen Hinterkopfschmerz mit Nackenschwäche. Der Kopf ist benommen, wie leer, wie mit einem Band zusammengepresst. Man verweigert Essen und Trinken, verträgt keine frische Luft, egal ob sie warm oder kalt ist.  1 Gabe stündlich, später 2 x 1 Gabe tgl.

 

Phosphorus D30: Schulmüdigkeit und geistige Überanstrengung lösen einen heftig drückende, pulsierenden Hinterkopfschmerz aus. Der Betroffene sieht verfallen und abgehärmt aus und ist höchst reizbar. Er will nur etwas zu essen, Ruhe und Schlaf in frischer Luft mit einem kalten Waschlappen auf dem Gesicht.  1 Gabe einmalig, bevor er sich zur Ruhe legt.

 

Spigelia D4: Linksseitiger, eher neuralgischer Kopfschmerz, der auf dem linken Scheitel bohrt und sticht, zum linken Nacken, zum linken Stirnhöcker und zum linken Auge zieht. Auf dem Schäden hat man das Gefühl, als stünde die Pfeilnaht offen. Jede Erschütterung und Berührung schmerzt, so dass man sich niederlegt und gegen die Augen drückt, um den Schmerz zu lindern. Dieser nimmt allmählich zu und fällt allmählich ab mit dem Verlauf der Sonne.  1 Gabe alle 10 min.

 

Ignatia D30:  Akuter Kummer und Sorge sind die Auslöser für eine andere Art von linksseitigem Kopfschmerz. Er hämmert, als ob ein Nagel in den Scheitel eingehauen würde, und zieht in den Nacken. Dort krampft er und lastet als Bürde auf den Schultern. Der Kranke seufzt, hat Esslust, da Essen die Beschwerden und den Frust vorübergehend lindert. Vor diesem Kummerfuttern sollte man Ignatia D30 einnehmen.  1 Gabe einmalig.

 

Sanguinaria D6: Der rechtsseitige Kopfschmerz pulsiert an der Schläfe, zieht über den re. Scheitel in den Nacken. Das Gesicht ist hochrot, die Ohren sausen durch den Blutandrang im Kopf. Die Stirn berstet zum Platzen, und eine Faust treibt das Auge aus seiner Höhle. Manchmal schießt das Blut aus der Nase, was Linderung verschafft. Auch dieser Schmerz steigt und fällt mit der Sonne allmählich an und allmählich ab. Außerdem ist Übelkeit bis zum Erbrechen ein Begleiter, man verlangt nach Ruhe, Liegen und Verdunklung.  1 Gabe alle 10 min.

 

Iris D6:  Der Entspannungskopfschmerz: Wenn man sich z.B. gerade am Wochenende einrichtet, zu entspannen, überfällt einen gerade dann ein heftiger Hinterkopfschmerz mit Übelkeit und saurem Erbrechen. Er zieht bis zu den Augen. In der ersehnten Ruhe verschlimmern sich die Beschwerden, so dass man sich zwanghaft bewegen muss.  1 Gabe alle 10 min.

 

Carbo vegetabilis D 30:  Ein Erschöpfungskopfschmerz, der uns nach langfristig überzogener, körperlicher und geistiger Überanstrengung nun endlich ins Bett zwingt. Nichts geht mehr: Weder das Denken noch die Verdauung. Der Hinterkopf krampft, die Schädelbasis bohrt, der Oberbauch gärt, die Gedanken schwinden. Die Lebensenergie glimmt auf Sparflamme, die nur durch reichlich zugeführte, frische kühle Luft wieder geschürt wird.  1 Gabe bedarfsweise.

 

- Katerkopf:

 

Allgemeines: Wir alle "sündigen" einmal, und das gesellschaftliche Gefüge ist dazu angetan, der "Sünde" nachzugeben. Wobei der Genuss nur dann als "Sünde", als krankhaft zu betrachten ist, wenn man Alkohol hinter verschlossener Tür, Kaffee zum Aufputschen, und Zigaretten kettenweise konsumiert. Ein Glas Wein, eine Tasse Kaffee, eine gute Zigarette mit liebenswerten Menschen geteilt, haben eher den Charakter einer heilenden Zutat !

 

Nux vomica D30:  Kann man vorbeugend vor geplanten "Saufgelagen" einnehmen, und die Gabe danach nochmals wiederholen => man erwacht danach morgens nicht ganz so kater-stimmig.  1 Gabe einmalig.

 

Carbo vegetabilis D30:  Am Morgen danach zum Beheben der allgemeinen Müdigkeit, dem Nacken-Hinterkopfdruck und dem geblähten Oberbauch.  1 Gabe einmalig.

 

Tabacum D30:  Am Morgen danach, wenn einem obendrein noch übel und elend im Oberbauch zumute ist und man das Gefühl einer frühjugendlichen Nikotinvergiftung hat.  1 Gabe einmalig.

 

Cocculus D12:  Schwindelige Dusseligkeit, so dass einem die Kaffeetasse aus der Hand rutscht, wenn man total übernächtigt und übermüdet ist.  1 Gabe einmalig.

 

- Kiefersperre:

 

Magnesium phosphoricum D4:  Man stelle sich vor, man sitzt beim Essen und plötzlich verkrampfen sich die Kaumuskeln während des Kauens. Eine Grimasse sonderlicher Art, die mit Magn.phosp. rasch zu lösen ist. Neigt man generell zu Krämpfen, sollte man diese Arznei einige Wochen lang einnehmen. 1 Gabe 1-2-stündlich.

 

Zincum metallicum D12:  Wenn einen die Muskelverkrampfung eher beim Gähnen ereilt.  1 Gabe alle 10 min.

 

- Haarausfall:

 

Allgemeines:  Man sollte nicht erwarten, hier Arzneien zu entdecken, die einem die Anlage oder die Neigung zu Haarausfall vermindert. Es gibt einen relativ raschen kreisrunden Ausfall der Haare, der Anlass zu raschem Handeln bedarf.

 

Phosphorus D12:  Feines, leicht brüchiges Haar, mit kreisrundem Ausfall, wie von Ratten angefressen.  2 x 1 Gabe jeden 2.Tag.

 

Acidum hydrofluoricum D6:  Die Flusssäure ist komplementär zum Phosphor, das heißt, sie unterstützt seine Wirkung positiv.  Die beiden Arzneien, im täglichen Wechsel angewendet, ergänzen sie sehr gut.  3 x 1 Gabe jeden 2. Tag.

 

Kreislauf:

 

- Kreislaufschwäche:

 

Allgemeines: Der Schwindel ist eine große Allgemeinerscheinung und deutet uns nur eine Spur an zu tieferliegenden Störungen, zum Herzen, zum Hochdruck, zur Verkalkung, zum Stoffwechsel (Diabetes), zur Innenohrschädigung, zur Überanstrengung und zur Übermüdung.

 

Veratrum album D30: Der leichte Kreislaufschwindel bei schwachen, blässlichen Menschen mit niedrigem Blutdruck spricht sehr gut auf Veratrum album D30 an, wenn es über längere Zeit eingenommen wird. Der Schwindel bessert sich, während der Blutdruck meist niedrig bleibt. 1 Gabe bedarfsweise.

Tabacum D30: Der zuckerkranke Mensch mit seinen ständigen Schwankungen, kennt den Schwindel allzu gut als Begleiter seiner leiblichen Erkrankung. Meist geht er mit Übelkeit im Oberbauch einher. Bei akuter Erscheinung nimmt man alle 10 min. eine Gabe.

 

Conium D6: Ältere Menschen leiden oft an unerklärlichen Schwindelanfällen. Sie fühlen sich eigentlich nur im Liegen wohl, bei Ruhelage. Sobald sie sich bewegen, den Kopf erheben, den Körper drehen, schwankt der Kopf und die Umwelt dreht sich mit ihnen. Oft handelt es sich um kräftige, rote Menschen, dann ist  Conium angezeigt. 3 x 1 Gabe tgl.

 

Cocculus D12: Müdigkeit u. rasche Ermüdung sind Zeichen unserer Zeit. Zeitliche, administrative und soziale Forderungen tragen dazu bei. Schwächliche, blässliche und schlanke, empfindliche Menschen sind besonders empfänglich, rasch zu ermüden, weil sie nervös werden, wenn sie überarbeitet und überreizt sind. Schwindel überfällt das Gehirn bei jeder Bewegung, auch beim Autofahren. 1 Gabe bedarfsweise.

 

Phosphorus D30: Schwindel beim Gehen mit pochendem Hinterkopfschmerz und drückenden, brennenden Rückenschmerzen sind die Folge geistiger Überanstrengung und Überarbeitung.  Man wird angenehm müde, schläft tief und erwacht frisch am nächsten Morgen mit lebenskräftigen Geistern. 1 Gabe bedarfsweise.

 

- Ohnmacht:

Allgemeines: Die Ohnmacht oder der Kollaps ist immer ein dramatisches Geschehen, wobei man rasch reagieren muss. Deshalb ist anzuraten, die folgenden Arzneien gut zu kennen. Als erstes legt man den Ohnmächtigen flach auf den Rücken, um Verletzungen zu vermeiden und man hebt beide Beine möglichst hoch, um die Blutzufuhr zum Gehirn zu gewährleisten. Dasselbe macht man mit sich selbst beim leichtesten Vergehensgefühl, falls man betroffen ist und noch Zeit dazu hat. Am häufigsten ereilt die Ohnmacht Menschen mit schwachem Herzen, schwachem Kreislauf bei verschiedensten Grunderkrankungen, aber auch als Folge von Auslösungen verschiedenster Art wie Erschöpfung,, Überanstrengung, Vergiftung, Hitze, Schwüle usw., Schwindel jeden Grades, Flimmern und Schwarzwerden vor den Augen, das Gefühl, als sacke alles ab, als gehe man wie auf Watte und Wolken, sind übliche, aber nicht notwendige Begleitempfindungen.

Camphora D1: In erster Linie sollte man bei einem Ohnmächtigen im Notfall Camphora D1 mit sich führen. In kürzester Zeit verzieht der Ohnmächtige seine Gesichtsmuskeln und kehrt zum Bewusstsein zurück. 1 bis 2 Tropfen einmalig.

Veratrum album D30: Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden häufig an Schwindel beim Bücken, Aufrichten und Umdrehen und unter ohnmachtsartigen Zuständen in Folge von Schreck, Ärger, Aufregung, Furcht, Zorn, bei Infektionskrankheiten und länger dauernden Durchfällen. Die Augen sind eingefallen, das blass-bläuliche Gesicht mit kaltem Schweiß bedeckt. Die geschäftige Unruhe lindert sich durch Auf- und Abgehen und vorübergehend durch Essen und kaltes Trinken. Der Ohnmächtige selbst friert bis in die Tiefe seiner Seele, verweigert jedoch jedgliches warme Einhüllen. 1 Gabe einmalig und bedarfsweise wiederholen.

Carbo vegetabilis D30: Ohrensausen, Schweiß an Händen und Füßen, das ganze Gesicht ist eingefallen, blass-bläulich, wächsern, der Kopf ist schwer wie Blei. Der Ohnmächtige friert, verträgt warmes Einhüllen, aber keinen überheizten Raum, keine Schwüle und möchte kühle Luft zugefächelt bekommen. Er hört alles und reagiert auf nichts!! Meist liegen Stoffwechselerkrankungen zugrunde mit Oberbauchbeschwerden. 1 Gabe einmalig.

Tabacum D30: Eine Steigerung der Erscheinungen, jedoch mit krampfartiger Übelkeit im Oberbauch, mit kaltem, klebrigem Schweiß über dem ganzen Körper, mit blassem Gesicht und blauer, kalter Nasenspitze, verlangt nach Tabacum D30. Diabetiker sollen diese Arznei immer bei sich führen.  1 Gabe einmalig.

Arsenicum album D30: Eine weitere Steigerung der Erscheinungen, jedoch mit Übelkeit zum Sterben, mit Totenelendigkeit, den Tod ins leichenblasse Gesicht geschrieben, mit heftiger Unruhe, hektischer Angst. Wärme in jeder Weise bei geschlossenem Fenster beruhigt den innerlichen zittrigen Frost des Ohnmächtigen und Vergehenden.  1 Gabe einmalig.

Hyoscyamus D30: Ohnmacht beim Anblick und beim Hören von fließendem Wasser, sei es der Wasserhahn, der Fluss, der See. Sie tritt ebenso akut auf als Folge von erlittenem Unrecht, erlittenem Misstrauen, von Aufregung und Liebesenttäuschung und in der Folge von Verletzungen und Vergiftungen. Der Ohnmächtige ist heftig erregt, weist zunächst Hilfe und Arznei zurück, murmelt vor sich hin, zuckt am ganzen Körper, macht mit seinen Händen eigenartige, zupfende Bewegungen in der Luft. Stuhl und Harn gehen unwillkürlich ab. Das Gesicht ist erschreckend blass. 1 Gabe einmalig.

Opium D30: Alle Ohnmächtigen haben gewöhnlich eine auffallend blase, leicht bläuliche Gesichtsfarbe. Es gibt aber auch einen Zustand von Bewusstlosigkeit mit dunkelroter Gesichtsfarbe. Meist liegt eine Auslösung zugrunde, wie z.B. die Folge von heftigem Schreck oder Schock.  1 Gabe einmalig, bei Bedarf nach 10 min. wiederholen.

Acidum hydrocyanicum D4: Das dramatischte, gefährlichste Geschehen ist die plötzliche, anfallsartige und schlagartig einsetzende, lebensbedrohliche Ohmacht mit Herz- und Kreislauflähmung bei herzkranken, lungenkranken und stoffwechselkranken Menschen, bei Embolie, Tetanie, Epilepsie, Schlagnafall, Diabetes usw. und als Folge von Hitze und Sonnenbestrahlung (Sonnenstich). Der Pat. bricht mit einem lauten Aufschrei zusammen, zuckt und krampft, die Haut ist blass-blau und eiskalt. Stuhl und Harn gehen unfreiwillig ab. 1 Gabe alle 5 min.

Leber:

Allgemeines: Die Leber ist das Reservoir von feinsten Katalysatoren und der Ort der Verbrennung unserer Nahrungsaufnahme. Eine in entzündung entflammte Leber kann nur einem Menschen zugehören, der zu entflammen, zu brennen und zu verbrennen fähig ist, solange bis er nur noch seine eigene Substanz aufbraucht, um zu überleben, bis er verbrannt ist.

- Hepatitis:

Phosphorus D12:  Akut entzündete oder chronisch-aggressive Leber bei einem phantasievollen, impulsiven, euphorischen Menschen, den allerdings wenig mit seiner Umwelt verbindet. Er sucht Ablenkung, Zerstreuung. 2x1 Gabe tgl.

Chelidonium D3: Blasser, schlanker, feuchter Patient mit druckschmerzhafter, geschwollener Leber, Übelkeit und Erbrechen, warme Umschläge und Getränke bringen Beruhigung. 3x1  Gabe täglich über mindestens 6 Wochen.

Carduus D3: Eher rundlicher, warmer, feuchter, liebenswerter Patient. 3x1 Gabe tgl.

Berberis D3: Fahler, abgeschlagener und müder Patient bekommt Berberis, das gleichzeitig zur Nierendrainage gut ist. 3x1 Gabe tgl.

Taraxacum D3: Bei einem blassen, kalten, trockenen, beklagenswerten Menschen mit einer Zunge, die ausschaut wie eine Landkarte hilft Taraxacum. Es hilft mit, dass sich die absterbenden und abgestorbenen Viren nicht im Immunsystm ansammeln und die Abwehr blockieren. 3 x 1 Gabe tgl.

 Lunge:

Allgemeines: Wahrnehmbarer und spürbarer als am Herzen vermittelt uns das Auf und Ab der Lungenbewegung den schöpferischen Rhythmus, der alles Lebendige beseelt. Das Blut versorgt er mit frischem Odem bis in jede Zelle unseres Körpers. Entgleist der Plan, werde ich krank. Verkrampft und beengt kann ich nicht mehr frei atmen, kann ich die Freiheit nicht mehr atmen, die mir Verantwortung für meine selbständige Entfaltung im Ich und im Du und den frei fliessenden Austausch zwischen beiden garantiere.

- Herbstbronchitis:

Marum verum D6: Husten und Auswurf mit asthmaähnlicher Komponente, meist mit Polypen überwucherte Nase, 3x1 Gabe tgl.

Grindelia D4: 4-6 Wochen nach der Behandlung mit  Marum verum lässt man Grindelia folgen. Der Pat. ist ebenso mit Asthma, Emphysem und mit Erstickungshusten geplagt. Wenn das nasskalte Wetter über den Herbst hinweg andauert, und die Beschwerden sich nicht bessern, dann die Behandlung mit beiden Arzneien verfolgen, alle 4 Wochen im Wechsel, bis sich die klirrende Kälte einstellt. 3x1 Gabe tgl.

- Husten:

 Die wichtigsten Eigenarten bei der Beobachtung des Hustens sind:

- die Art: trocken, feucht, feines Rasseln, grobes Rasseln, Giemen, Pfeifen

- die Zeit: tags, nachts, morgens, abends, um Mitternacht

- der Ort: drinnen im Warmen oder draussen im Kühlen, beimÜbergang vom Warmen ins Kalte oder vom Kalten ins Warme, beim Niederlegen oder Aufstehen, in Ruhe oder Bewegung und

- die Beschaffenheit des Sekretes: weiß, gelb, grün, flüssig, zäh, leicht löslich, schwer löslich.

Aconitum D30: Jede Erkältung oder Entzündung bedarf schon im Beginn Aconitum D30, insbesondere wenn sie plötzlich, ungeahnt auftritt. Damit vermeidet man rasches, tiefgreifendes Fortschreiten der Erkrankung. 1 Gabe einmalig.

Rumex D6: Der Kitzelhusten, der sich anfühlt, als habe man eine Feder im Hals, tritt beim Übergang ins Kalte auf. Kaum dass man das Haus verlässt, beginnt man zu hüsteln, zu niesen und die Nase läuft. 3x1 Gabe tgl. oder eine Gabe bedarfsweise nach Hustenanfall.

Bromum D6: Der gleiche Husten beim Übergang ins Warme, kaum dass man die Wohnung betritt. Kaltes Wasser in kleinen Schlucken lindet die trockenen Attacken vorübergehend. 3x1 Gabe tgl.

Belladonna D30: Der trockene, tief bollernde Husten, der oft Kinder nach dem Niederlegen ins Bett ereilt mit Verschlimmerung gegen Mitternacht, mit Schweiß und Verlangen nach Wärme, verlangt nach Belladonna D30. Sie können die Gabe am folgenden Tag bedarfsweise wiederholen. 1 Gabe einmalig.

Drosera D3: Der nächtliche, trockene, hohle, blecherne, krampfartige Husten mit Verschlimmerung um Mitternacht kann ein Hinweis auf einen beginnenden Keuchhusten oder auf einen sich anbahnenden Krupp-Anfall sein. Hier kann Drosera D3 äusserst effektiv sein, wobei man die Gabe nacht stündlich wiederholt. 3x1 Gabe tgl.

Hyoscyamus D30: Ein eigenartiger, selten akuter, krampfartig trockener Hustenanfall beim Niederlegen mit Kopfschmerz bei jedem Hustenstoß wird durch Hyoscyamus D30 beruhigt. Meist liegt eine seelische Komponente zugrunde wie bei chronischer Atemnot oder Asthma. 1 Gabe tgl. abends.

Sticta D6: Ein Erkältungshusten, der uns ganzjährig ereilt, beginnt meist mit einem Schnupfen und steigt langsam über den Rachen in die Bronchien ab, während der Schnupfen sich bessert. Er ist meist trocken, auch mäßig freucht, verschlimmert sich beim Niederlegen und die ganze Nacht. Er hinterlässt bei jedem Hustenstoß ein Gefühl, als platze die Brust und der Hinterkopf, wie zum Zerspringen. Er braucht Sticta D6. Brust und Kopf schmerzen vom vielen Husten. 3x1 Gabe tgl.

Causticum D4: Ein ähnlicher Husten, ein ähnlicher Schmerz, jedoch eher tags und mit wundem, brennenden Gefühl im Rachen und hinter dem Brustbein, der sich auf viel frische, kühle Luft und viele Schlucke frischen, kühlen Wassers lindert, wird mit Causticum D4 geheilt. Meist setzt sich beim Husten unbemerkt tröpfchenweise Urin ab. 3x1 Gabe tgl.

 Achtung: Setzen Sie diese Arznei nie akut ein, sondern erst ab dem zweiten oder dritten Tag, wenn die Stimme rauh und heiser wird. Mischen Sie sie auch nie mit Phosphorus, auch nicht als Folgearznei. Beide sind Feinde, und Ihr Katarrh würde sich verschlimmern !!

Ammonium bromatum D4: Ein andauernder Husten mit ähnlichen Emfindungen verschlimmert sich im Warmen und eher nachts, ist trocken bis mäßig feucht und braucht Ammonium bromatum D4, bis die Sekrete sich verflüssigen. 3x1 Gabe tgl.

Ammonium carbonicum D4: Ein ähnllich quälender Husten ereilt uns in den frühen Morgenstunden mit Hustenattacken nach bereits tagelanger Erkältung. Er hört sich mäßig freucht an, empfiindet sich tief festsitzend in der Lunge, das Sekret will sich nicht lösen. Die Hustenstöße, der Kreislauf, das Herz, der Allgemeinzustand werden immer schwächer. Hier hilft nur noch Ammonium carbonicum D4, bis sich das Sekret abhusten lässt. 3x1 Gabe tgl. oder öfter

Stannum jodatum D4: Ebenso schwcher Allgemeinzustand bei länger dauerendem Husten mit schwachen Hustenstößen jedoch leichter löslichem, aber doch schwer abhustbarem Sekret, das von gelber bis grüner, zäher, klumpiger Beschaffenheit ist und wie beim Phosphor-Bedürftigen widerlich-süßlich schmeckt. Allein schon bei letzterer Eigenart setzt man Stannum jodatum D4 auch nachts ein. Denn die Hustenanfälle treten eher nachts in Erscheinung. 3x1 Gabe tgl. oder bedarfsweise öfter

Ipecacuanha D4: Für die leichte und häufige Bronchitis unserer zunehmend anfälligeren Kinder mit Würgehusten oder Brechhusten, haben wir zwei bewährte Arzneien, die man leicht unterscheiden kann. Die eher zarten, blonden Kinder mit noch rosigen Wangen und reiner, nicht belegter Zunge brauchen Ipecacuanha Dr. Das Sekret hört sich grobblasig an. 3x1 Gabe tgl.

Tartarus stibiatus D6: Die blassen, übelgelaunten Kinder mit belegter Zunge und feinblasigem Sekret brauchen Tartarus stibiatus D6. Diese Arznei findet man stellenweise auch unter dem Namen Ammonium tartaricus. 3x1 Gabe tgl.

Hepar sulfuris D30: Wenn der Katarrh endlich reif, das Sekret gelb-grün und locker abhustbar ist, dann nimmt man zum Ausheilen Hepar sulfuris D30. Wenn einen ein solcher Husten bei trockenem, schönem Wetter ereilt oder solches verschlimmert, und feuchte Luft lindert, dann spricht man auf diese Arznei besonders gut an. 2x1 Gabe tgl.

Sanguinaria D6: Wenn der Katarrh endlich am Abklingen war, und man morgens aber wieder mit einem trockenen Husten erwacht, der einen wegen dem schmerzhaft wunden und brennenden Gefühl an Causticum denken lässt, dann hilft aber nur noch Sanguinaria D6, bis man endlich wieder frei atmen kann. 3x1 Gabe tgl.

Verbascum D6: Ein selten tiefer, hohler,heiserer Husten, der einen manchmal lange nach Unterkühlung plagt,  spiegelt das Bild von Verbascum D6 wider. Der Husten hat oft den Klang eines röhrenden Hirsches, der stottert - falls man einem solchen mal begegnet ist ;-)  3x1 Gabe tgl.

- Hyperventilation:

Jegliches emotionales Ereignis kann bei dafür empfindlichen Menschen zu vermehrter, überraschen Atmung führen mit tetanieähnlichen, kribbelnden Verkrampfung der Hände (Pfötchenstellung). Für die Blässe der Ohnmachtsanwandlung wählen wir zwischen Tabacum und Carbo vegetalis.

- Acidum hydrocyanicum D4: Bestimmte Menschen verfallen jedoch in eine bläuliche Verfärbung mit eiskalter, kaltschweißiger Haut, denen nur noch Acidum hydrocyanicum D4 heilend zur Verfügung steht. Bei häufigerer Wiederholung des Geschehens sollte einer personenbezogener Behandlung nicht mehr im Wege stehen! 1 Gabe alle 5 min.

- Lungenembolie:

Ein Blutgerinsel, meist aus einer Krampfader, hat sich gelöst und verstopft die Arterie ähnlich wie bei der Hirnembolie und der Thrombose. Zwei wesentliche Erscheinungsformen prägen das qualvolle Bild dieser plötzlichen Erkrankung: Schmerz, Erbrechen, Kollaps.

- Lachesis D30: Plötzlicher, zerreißender Schmerz. Der ansonsten kräftige Pat. verfärbt sich blass, kalter Schweiß ergießt sich über sein Gesicht, und sein Ausdruck zeigt uns, dass er zu ersticken droht. Rasch fällt er in Ohnmacht. 1 Gabe in Wasserlösung.

Crotalus D12: Dasselbe wie bei Lachesis, nur hustet der Pat. massig dunkles  Blut. Ihm wird Crotalus D12 rasch zur Erleichterung verhelfen. 2 x 1 Gabe täglich in Wasserlösung.

Carbo vegetabilis D30: Das ohnmächtige Vergehen steht ab jetzt im Vordergrund. Blasses Gesicht und blaue Lippen verlangen nach Carbo vegetabilis D30 und nach reichlich frischer Luft, möglichst zugefächelt. 1 Gabe in Wasserlösung

Tabacum D30: Leichenblässe ohne  Schweiß, Sterbenselendigkeit und Erbrechen wie bei einer Nikotinvergiftung nach dem ersten Zigarettengenuß werden mit Tabacum D30 und einer warmen Zudecke sicherlich verschwinden. 1 Gabe in Wasserlösung.

Veratrum album D30: Leichenblässe mit  Schweiß, ohne  Übelkeit, mit eiskaltem Körper, wobei der Pat. sich aber weigert, warm zugedeckt zu werden, reagieren erstaunlich rasch auf Veratrum album D30, dessen Einnahme er hoffentlich nicht verweigert. 1 Gabe in Wasserlösung.

- Lungenentzündung:

Phosphorus D12: Ähnlich der Rippenfellentzündung beginnt eine Lungenentzündung, die, wie wir wissen, gleichzeitig mit ihr auftreten kann. Wenn Bryonia D3, 1 Gabe stündlich, nicht gleich durchgreifend wirkt, geben Sie zusätzlich Phosphorus D12. In wenigen Tagen sind Sie oder Ihr Kind geheilt. 2 x 1 Gabe täglich.

 - Rippenfellentzündung:

Apis D4: Die Rippenfellentzündung beginnt meist mit Fieber, viel Hitze und trockenem Husten mit stechenden Schmerzen in den unteren Brustabschnitten. Geben Sie erst Apis D4, besonds wenn kein Durst besteht und Abkühlung  verlangt wird. 1 Gabe 1-2stündlich.

Bryonia D3: Besteht bei denselben Beschwerden heftiger, brennender Durst  und eher Verlangen nach einem warmen Umschlag, dann geben Sie Bryonia D4. Der Hustenanfall verschlimmert sich trotz Verlangen nach Wärme beim Übertritt ins Warme. 1 Gabe 2stündlich.

Magen:

- Magenbluten und

 

 

- Bluterbrechen bei Magenbluten:

Aus welchen Körperöffnungen auch immer, Blutungen sind ein erschreckendes Ereignis. Um der Bedrohlichkeit die Spitze zu nehmen, bedürfen sie klinischer Beobachtung und Diagnostig, um die Blutungsquelle ausfindig zu machen.

Ipecacuanha D4: Hellrotes Bluterbrechen lässt schon nach kurzer Zeit nach, und ein Klinikaufenthalt kann evtl. vermieden werden. 1 Gabe alle 10 min.

Phosphorus D30: Dunkelrotes oder geronnenes Bluterbrechen beherrschen Sie eher mit Phosphorus D30. Ein Magengeschwür sollte danach ausgeschlossen werden. 1 Gabe alle 10 min.

- Erbrechen:

Zunächst bedeutet das Erbrechen bei Kindern und Erwachsenen, dass sich der Körper irgendwelcher Gifte zu entledigen versucht. Denken wir nur an das begleitende Erbrechen beim Kopfweh, bei einer Kopfverletzung, beim Husten, beim durchgebrochenen Magengeschwür, bei Magenschleim-, Leber-, Galle-, Blasen- und Blinddarmentzündungen, bei Nahrungsallergien, Lebensmittelvergiftung, bei Strahlenbehandlung, Zytostatikatherapie, bei Periodenkrämpfen, in der Schwangerschaft, beim Innenohrschwindel und bei vielen anderen Grundstörungen. Hält das Erbrechen über mehr als einen Tag an, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen, falls Sie noch keinen Homöopathen im Rückhalt haben.

Aethusa D6: Funktionelle Ströungen unserer Säuglinge, die gewöhnlich ab der zweiten Lebenswoche beginnen und sich in Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und Koliken äussern. Erst beginnen sie zu erbrechen, zunächst in kleinen Mengen und nicht nach jeder Mahlzeit, später sich allmählich steigernd, häufiger nach jeder Nahrungsaufnahme. Wenn es sich um eine Milchunverträglichkeit handelt, also eine Art explosionsartiges Erbrechen, das die gerade vertilgte Milch geradezu aus dem Rachen herausschleudert, und wo der Säugling gleich nach dem Erbrechen wieder Hunger äussert und nach erneutem Milchgenuss gleich wieder erbricht, so wird dieser Teufelskreis von Durchfall, Verstopfung und allmählichem Verfall der Kräfte durch eine Langzeitgabe von Aethusa D6 unterbrochen. 3 x 1 Gabe täglich

Cuprum metallicum D30: Eine andere Art des Erbrechens hat eher schlaffe Ausprägung. Die Milch wird in kleinen Portionen aufgeschlukt und läuft geronnen aus dem Mundwinkel, gelegentlich auch aus der Nase. Diese Kinder werden volkstümlich als "Luftschlucker" bezeichnet, denn beim Trinken ist ein deutliches Glucksen zu hören. Cuprum metallicum D30 wird den drohenden Pförtnerkrampf vermeiden, die Trinkfestigkeit herstellen und den begleitenden Schluckauf vermindern. 1 Gabe einmalig mit bedarfsweiser Wiederholung.

Nux vomica D30: Das Erbrechen unserer Kider ist häufig vielgestaltig und für sie selbst undramatisch. Ist das Kind reizbar, übelgelaunt und uneinsichtig, die Zunge belegt, das Erbrochene sauer, die ganze Stimmung sauer, dann ist Nux vomica angesagt. 1 Gabe einmalig.

Ipecacuanha D4: Ist die Zunge rein, glatt und sauber, das Erbrechen eher ein Gewürge wie beim Brechhusten, dann hilft Ipecacuanha D4 sehr rasch und verhindert, dass die Schleimhäute zu bluten beginnen. 1 Gabe alle 10 min.

Ignatia D30: Erbrechen als Folge von recht akutem Kummer wie Heimweh, Liebeskummer, Tadel mit heftiger, unbedachter Zurechtweisung braucht Igantia D30. Diese Kinder sind übersensibel, liebesedürftig und leicht zu trösten, aber auch launenhaft, widersprüchlich und kapriziös. Sie vertragen bei Übelkeit eher schwer verdauliche Speisen als leicht verdauliche. Bei ihrem Kummer schlucken sie, seufzen und erinnern uns in ihrem Verhalten gar oft an uns Erwachsene. 1 Gabe einmalig.

- Magenschmerzen:

Organisch betrachtet empfinden wir Magenschmerzen aufgrund einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder eines Magengeschwüres (Ulcus).

Abies nigra D4: Beginnen wir am Mageneingang mit dem Gefühl, als krampfe sich im oberen Dreieck des Bauches der Magen zusammen (Kardiaschmerz), wobei diese Empfindung wie ein Ei die Speiseröhre aufwärts steigt. Saures Aufstoßen kann diese Erscheinung begleiten. Abies nigra D4 hat sich hierfür als hilfreich erwiesen. 3 x 1 Gabe täglich.

Mandragora D6: Empfinden Sie an gleicher Stelle ein Druckgefühl mit Sodbrennen, wobei die Magensäure spürbar in die Speiseröhre aufsteigt und beim Bücken in den Mund aufschwulkt, dann hilft Ihnen eher Mandragora D6. Die Alraune ist eine besonders gute Arznei, wenn Ihre Beschwerden sich durch Rückbeugen des Körpers lindern und sich bei Milch-, Kaffee-, Alkohol- und Tabakgenuss verschlimmern. 3 x 1 Gabe täglich, auch bedarfsweise zusätzlich eine Gabe.

Argentum nitricum D30: Emotionaler Stress wie zeitliche Absprachen, Termine, Treffen usw. schlagen diesem hageren, schlanken, blass-nervösen Mensch "auf den Magen", sogar durchfällig auf den Darm. Mit ängstlich-gefurchter Gesichtverzerrung krampft und bläht sich sein Magen, bis er sich Argentum nitricum D30 für seine Hastigkeit, sein Lampenfieber und seinen Magenschmerz gestattet. 1 Gabe bedarfsweise.

Nux vomica D12: Das Durcheinander eines ungeregelten Lebens, das nicht nur Vertretern zu eigen ist, führen zu Säure, Völle, Verkrampfung, Stichen und Ermüdung, wobei sich einige Erscheinungen durch Essen bessern, andere verschlimmern. Die zwei folgenden Arzneien haben sich für derart beschäftigte Menschen wohl bewährt. Die erste ist Nux vomica D12. 1 Gabe täglich vor dem Mittagessen, 1 Gabe vor dem Abendessen.

Graphites D12: Die zweite Arznei ist Graphites D12, besonders für Milchtrinker geeignet, die dadurch Besserung erfahren. Beide Arzneien sollten zu zwei großen Mahlzeiten eingenommen werden, vorausgesetzt, dass es zu solch regelmäßigen Nahrungsaufnahmen kommt. 1 Gabe täglich nach dem Mittagessen, 1 Gabe nach dem Abendessen.

Anacardium D4: Das Magengeschwür ist gut zu behandeln, besonders wenn die Ulcuspatienten ihren Schmerz nüchtern verspüren. In ihrer Tasche, unterwegs oder nachts im Bett, immer sind sie mit einem Zwieback oder einem trockenem Brötchen versorgt, von denen sie nur einen Bisen zu nehmen brauchen, um ihre Beschwerden zu lindern. Auch hierfür haben sich zwei Arzneien bewährt und manch einen vor einer Operation bewahrt. Die erste ist Anacardium D4. 3 x 1 Gabe täglich vor den Hauptmahlzeiten.

Ignatia D4: Die andere ist Igantia D4 für den ewigen Seufzer, der eigentlich nicht richtig weiß, was er nun essen soll oder will. Zweifelsohne ist es vernünftiger, den leidensvollen Magenmenschen zum nächsten Homöopathen zu schicken. 3 x 1 Gabe täglich.

- Schluckauf:

Diese lästige Beschwerde, welche die Umwelt zur hämischen Heiterkeit veranlasst, ist durch einen Krampf des Zwerchfells bedingt, dem wiederum andere Ursachen zugrunde liegen, wie Oberbauchvölle, Sodbrennen, besondere Nahrungsaufnahme, Krebs usw...Deshalb, wie immer, auch hier nur erste Hilfen zum sofortigen Selbsthelfen:

Belladonna D30: Ist der Schluckauf sehr krampfhaft, und verlangen Sie danach, Ihren Oberkörper zu strecken, zurückzubeugen, dann wird Ihnen Belladonna D30 helfen. Wiederholung nicht vor 30 bis 60 Minuten! 1 Gabe einmalig.

Magnesium phosphoricum D4: Üblicher ist jedoch das Verlangen, den Körper zu krümmen, um die Zwerchfellerschütterung zu lindern. Dabei unterstützt Sie Magnesium phosphoricum D4 am besten, um sich der Erschütterung zu entledigen. Desgleichen wird sich Ihr Säugling erfreuen, falls er nach der Nahrungsaufnahme unter regelmäßigem Schluckauf leidet. 1 Gabe alle 10 min.

Hyoscyamus D30: Kehrt der Schluckauf häufiger wieder mit heftiger Erregung des Bauches, der Brust und des Gemüts, sodass Sie nach jeder Erschütterung heftig fluchen, dann hilft Ihnen nur noch Hyoscyamus D30. 1 Gabe bedarfsweise.

- Sodbrennen:

Bedenken wir, dass dort, wo sich etwas unberechtigt verflüssigt, dies immer zugunsten einer Verhärtung auf der anderen Seite der Grenze geschieht. Das heisst, wenn ein Mensch überschüssig Säure produziert, ist das Verhältnis zwischen Festem und Flüssigem auf Kosten eines harmonischen Verhältnisses der beiden gestört. Ein Grenzproblem also! Ziel unserer Behandlung ist demnach die Wiederherstellung seines Gleichgewichtes und damit die Erweiterung seines Grenzbewußtseins.

Bismutum subnitricum D4: Das erste, saure Brennen ist begleitet von Völle, Übelkeit und Krampf nach dem Essen, der bis zum Rücken, bis zwischen die Schulterblätter hin ausstrahlt. Er bessert sich durch Zurückbeugen und durch kaltes Trinken, das vorübergehend lindert. 3 x 1 Gabe täglich.

Robinia D6: Nach dem Essen produziert dieser Magen so übermäßig Säure und Luft, dass er zu bersten droht und die saure Flüssigkeit erbrochen wird. Die Zähne fühlen sich dabei an, als seien sie stumpf. Robinia D6 wird, wenn sie weitgehend passt, sicherlich noch weitere Geheimnisse lösen, die uns nicht vermittelt wurden ;-)  3 x 1 Gabe täglich.

Natrium carbonicum D12: Ist wie früher das "Natron", um damals den "Magenbrand" zu löschen. Wir verwenden es homöopathisch potenziert für denselben Zweck bei einem Menschen, der sich nach dem Essen abgespannt und ängstlich verstimmt fühlt. Er muss seinen Magen reiben, während er in der Wohnung auf- und abgeht. Hat er Milch getrunken, muss er zur Toilette rennen, weil ihn Durchfall dazu drängelt. Hinter diesen Erscheinungen verstecken sich meist Bauchspeichel- und Leberleiden. 2 x 1 Gabe täglich.

- Übelkeit:

Die Arzneien für Übelsein sind eigentlich nicht von den Brecharzneien zu unterscheiden. Der Unterschied liegt nur bei den Menschen, denen eben "nur" übel ist oder die auch gleichzeitig erbrechen. Grundstörungen liegen in Hülle und Fülle vor, von denen wir einige geläufige herauspicken wollen. Auffallend dabei ist, dass die Betroffenen den Ort ihrer Übelkeit kundtun können: "Mir ist übel im Kopf, im Hals, in der Brust, am Herzen, im Magen, im Bauch- oder im Unterleib". Das kann uns zum Ort der Störung geleiten, selbst wenn diese unmittelbar der Gemütsverfassung entspringt und sich in Ängsten, Aufregungen oder simplem "Mir ist zum Kotzen zumute" Ausdruck verleiht.

Ipecacuanha D4: Eine dauerhafte Übelkeit, die weder durch Essen noch Trinken, noch durch Sonstiges zu beeinflussen ist, spricht allein schon aus diesen Gründen für die Einnahme von Ipecacuanha D4. Wenn auch keine Modalitäten aufzuweisen sind, so ist doch sicher, dass der Betreffende eine reine Zunge nachweisen kann, dass sich sein Übelsein beim Betrachten eines sich bewegenden Gegenstandes und beim eventuellen Autofahren verschlimmern. Kneifende Leibschmerzen, Kopfweh, Schweißausbruch und vor allem Entrüstung über sein Leid begleiten das Übelsein. 1 Gabe alle 10 min.

Nux vomica D30: Bei diesen ewig unzufriedenen, gereizten Nörglern, die mit ihrem ungeregelten Lebensstil, den sie "schöpferisch" nennen, überzeugt sind, im Leben anderer unentbehrlich zu sein, die viel Essen, viel Trinken und viel Rauchen, legt sich die zugehörige Seele ein Magengeschwür zu. Als Outlet sozusagen. Wenige Stunden nach der Völlerei meckert dasselbe, verlangt von seinem Besitzer, die laufende Konferenz zu verlassen, um auf der Toilette so richtig Würgen zu können. Selbst nachts im Bett sucht er gewöhnlich ab 4 Uhr Lösungen für seine wirtschaftlichen Ziele zu Hause und im Geschäft. Sollten Sie ihren Ehemann, Partner oder höchst gebildeten, unterhaltsamen Freund wiedererkennen, tun Sie ihm mit Nux vomica D30 als Dauerbegleiter wirklich ungeahnt Gutes an. 1 Gabe bedarfsweise.

Arsenicum album D30: Dieser hat sich durch seinen Perfektionsanspruch und durch die ängstliche Ungewißheit, demselben nicht gerecht zu werden, bereits totgearbeitet. Das heißt, er lebt schon lange nicht mehr. Seine Seele ernährt sich ausschließlich von seinen Ordnungszwängen und seinem gelegentlichen gesellschaftlich ästhetischen, tiefen Kunstverständnis. Als kompensatorischen Hilfeschrei hat sie sich auch ein Geschwür zugelegt, mit reichlichen Erschöpfungszuständen, mit innerer, ungewisser Unruhe, mit Frösteln, mit brennenden, totenelendigen Bauchschmerzen zwischen Mitternacht und 2 Uhr. Wundert es uns, dass nur Wärme, innerlich und äußerlich, und Arsenicum album D30 Linderung versprechen? 1 Gabe bedarfsweise.

Phosphorus D30: Auch die vernachlässigte Seele liebenswerter, schlanker Leichtfüßler rächt sich zuweilen mit einem Geschwür. Jedenfalls verspürt der Gerächte eine feuerspuckende Magengrube, Übelsein und blutspuckendes Erbrechen, besonders nach Trinken kalten Wassers, wonach er trotzdem verlangt. Phosphorus D30 löscht gelegentlich sein überschäumendes Feuer und überschwappendes Blut. 1 Gabe bedarfsweise.

Pulsatilla D6: Von gleicher Liebenswertigkeit ist dieser eher weiche, rundliche Mensch, der schweren oder fetten Speisen nicht widerstehen kann, obwohl ihm davon schlecht wird und er viele Stunden später eventuell erbricht. Frische Luft und Pulsatilla D6 beheben sin Übelsein. 1 Gabe alle 10 min.

Antimonium crudum D30: Jeder liebt mal eine ausgedehnte Mahlzeit. Dieser Mensch ist immer mit Essen zugange, bis ihm übel wird. Dann rülpst er und rast zur Toilettenschüssel, die er für solche Zwecke selbst erfunden hat. Danach schaut er im Spiegel seine dicklich weiß gekalkte Zungen an, rülpst nochmal und verzichtet auf den Nachtisch. Bei heissem Wetter geht es ihm entschieden schlechter. 1 Gabe bedarfsweise. 

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 Nase: (folgt in Kürze)

 Nerven: (folgt in Kürze)

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(Quellen: Enders "Homöopathische Hausapotheke", ISBN 3-7760-1723-6 und Homöopathisches Repetitorium der DHU)

 

 
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